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EMKNI - 13.03.2007   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Nationaler Tag auf dem Weg der Dritten Ökumenischen Europäischen Versammlung in Lausanne

[Credits] Am 10. März 2007 fand in Lausanne der nationale Tag auf dem Weg der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung statt. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz hatte zu dieser Schweizerischen Ökumenischen Versammlung eingeladen. Zweihundert Menschen folgten der Einladung, den Tag gemeinsam zu gestalten. Mehr als 1100 kamen zum Abschlussgottesdienst in die Cathédrale von Lausanne und erlebten ein starkes Zeichen gelebter Ökumene.

Nach den Versammlungen von Basel (1989) und Graz (1997) organisieren die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der Rat der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) eine Dritte Europäische Ökumenische Versammlung (EOeV3). Sie findet als Weg, als Pilgerreise statt. Nach Stationen in Rom und Wittenberg fand nun eine weitere Etappe in der Schweiz statt. Zum Abschluss der EOeV3 versammeln sich 2100 Delegierten anfangs September 2007 in Sibiu, Rumänien.

Pfarrer Ruedi Heinzer, der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz, freute sich, Jean-Arnold de Clermont, Präsident der Konferenz Europäischer Kirchen, Colin Williams, den Generalsekretär der KEK, sowie Mgr. Aldo Giordano vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen in Lausanne begrüssen zu können. Kurze Informationen über Sibiu, der Endstation dieser Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung halfen den Anwesenden, sich auf die Pilgerreise zu machen.

Im Zentrum des Tages stand der Austausch und die Information zu den neun Themen der EOeV3. Rund zweihundert Menschen nutzen die Gelegenheit, den Delegierten der Schweizer Kirchen darunter Bischof Patrick Streiff, Sven Büchmeier und Stefan Langenegger von der Evangelisch-methodistischen Kirche Schweiz/Frankreich, zu begegnen. Als Briefträgerinnen und Postboten sollen diese Delegierten nun die Anliegen nach Sibiu mitnehmen. Ein Treffen im November 2007 wird dann eine Rückantwort aus Sibiu ermöglichen.

In den Arbeitsgruppen wurde engagiert diskutiert und gearbeitet. Besonderes Interesse weckte das Thema der Einheit unter den Kirchen. Aber auch die anderen Themen, Spiritualität, Zeugnis, Europa, Migration, Religionen, Schöpfung, Friede und Gerechtigkeit stiessen auf grosses Echo.

Eindrücklicher Ökumenischer Gottesdienst
Mehr als 1100 Personen folgten der Einladung zu einem ökumenischen Gottesdienst in der Cathédrale von Lausanne. Im Zentrum stand eine Lesung aus dem Johannesevangelium, kommentiert von Pfarrer Jean-Arnold de Clermont (KEK). „Es herrscht in diesen Worten eine gewisse Dringlichkeit, ein Appell, eine Entscheidung zu treffen, heute zu wählen zwischen der Dunkelheit und dem Licht, dem Leben und dem Tod.“ So forderte er die Gottesdienstbesucher auf, sich für das Leben und das Licht zu entscheiden. Die Lesung folgte eine Zeit der Stille und des Austauschs unter den Gottesdienstbesuchenden.

Ein besonderes Zeichen der Einheit in aller Vielfalt war das Glaubensbekenntnis, das von Bischof Kurt Koch, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, von Pfarrer Thomas Wipf, Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes und von Metropolit Jérémie, Bischof für die Schweiz des Ökumenischen Patriarchates gemeinsam gesprochen wurde. Ein deutliches Zeichen der Einheit im Glauben, auch wenn dessen Gestaltung dann sehr verschieden ist.

Pfarrer Ruedi Heinzer sandte die Delegierten nach Sibiu, denen die Kinder das Licht gebracht hatten, mit der Bitte, dieses Licht leuchten zu lassen in aller Finsternis.

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz wurde 1971 gegründet. Sie fördert die Zusammenarbeit zwischen den christlichen Kirchen. Ihr gehören zurzeit zehn Kirchen und kirchliche Organisationen an.


Quelle: Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE)

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