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EMKNI - 30.05.2007   Zurück zur Übersicht

Slowakische Republik: Pfarrer Robert Zachar wird neuer Superintendent

[Credits] Mitte Mai 2007 wurde Pfarrer Robert Zachar als neuer Superintendent der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in der Slowakischen Republik eingesetzt (siehe auch http://www.umc-europe.org/artikel_62.php). EMKNI stellt ihn heute etwas ausführlicher vor.

Robert Zachar wurde am 22. Dezember 1969 in Sered (in der heutigen Slowakischen Republik) geboren. Seine Eltern hatten einen römisch-katholischen Hintergrund; wie viele andere Menschen zur Zeit des Kommunismus waren sie allerdings keine praktizierenden Christen. Die Liebe und der beeindruckende Lebensstil verschiedener Leute veranlassten Robert Zachar aber, sich eingehender mit dem Christentum zu beschäftigen. Im Sommer 1993 traf er eine bewusste Entscheidung für die Nachfolge von Jesus Christus. Da die EMK ihn von ihrer Geschichte und ihrer Theologie her besonders ansprach, liess er sich in deren Mitgliedschaft aufnehmen.

Zu jener Zeit hatte er gerade eine höhere, auf den landwirtschaftlichen Bereich spezialisierte Schule abgeschlossen. Nach ersten - keineswegs nur einfachen - Erfahrungen mit seinem neuen Glauben ging er 1995 nach England, um dort in der methodistischen Ausbildungsstätte Cliff College einen einjährigen theologischen Grundkurs zu absolvieren. Während dieser Zeit wuchs in ihm der Wunsch, Menschen zu helfen, ebenfalls eine Beziehung zu Jesus Christus aufzubauen. Er beschloss deshalb, Pfarrer zu werden, worauf er zwischen 1997 und 2003 in Banska Bystrica (Slowakische Republik) Theologie studierte.

Schon während seines Studiums begann er, in Bratislava als zweiter Pfarrer zu arbeiten und praktische Erfahrungen zu sammeln. Insgesamt war er dort vier Jahre tätig. Nach Abschluss seines Studiums und erfolgter Ordination zum Ältesten der EMK wurde ihm die Gemeinde in Michalovce zugewiesen. So zog er zusammen mit seiner Frau Rachel und seinen zwei Kindern Rebekah und Daniel in den Osten des Landes, wo er bis im Frühling dieses Jahres Menschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen begleitete, ermutigte und lehrte. In Michalovce vergrösserte sich auch seine Familie noch einmal, als vor fünf Monaten die Tochter Katarina geboren wurde.

In seiner knappen Freizeit ist Robert Zachar gerne in der Natur, macht lange Spaziergänge und übt sich im Bogenschiessen. Er geniesst es auch, einfach Zeit für sich selbst zu haben, beispielsweise auf gelegentlichen Reisen.

Robert Zachar sieht seine neue Aufgabe als grosse Herausforderung. Dass er - im Gegensatz zu seinem Vorgänger Dr. Pavel Prochazka - als Superintendent arbeiten kann, ohne daneben noch eine Gemeinde leiten zu müssen, bezeichnet er als Chance: «Dies erlaubt mir, mehr Zeit und Energie dafür aufzuwenden, Pfarrer der Pfarrerinnen und Pfarrer zu sein.» Er freut sich auf die Zusammenarbeit mit einem Team grossartiger Männer und Frauen, fügt aber auch an: «Ich werde definitiv die Arbeit mit den Menschen in einer Gemeinde vermissen, deren Zahl zwar klein ist, deren Herzen dafür umso grösser sind. Und ich werde auch meine Familie vermissen, wenn ich häufig durch unser Land reisen muss, um meine Aufgabe zu tun. Aber ich bin dankbar für die wunderbare Arbeit meines Vorgängers. Er hat ein gutes Fundament gelegt, auf das ich aufbauen kann. Und ich bin dankbar für die Worte, mit denen mich Bischof Dr. Patrick Streiff in meine neue Aufgabe gesandt hat: ‚Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit (2. Timotheus 1, 7)’.»


Quelle: Urs Schweizer - Assistent des Bischofs Dr. Patrick Streiff

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