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EMKNI - 02.11.2007   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Die Arbeit der EMK in Luzern wird im Sommer 2008 eingestellt

Die Kirchenleitung der Evangelisch-methodistischen Kirche in der Schweiz (EMK) veröffentlichte im sog. Kabinettsbrief ihren Entscheid, den Bezirk Luzern auf die Jährliche Konferenz 2008 zu beenden. Der Entscheid sei „schweren Herzens“ und im Gebet getroffen worden.

Als Gründe für diesen Schritt nennt das Kabinett, die personellen Vakanzen auf dem Bezirk, die finanzielle Situation und die Besetzung der Pfarrstelle. Seit längerer Zeit gibt es im Bezirk Luzern gewichtige personelle Vakanzen. So konnte das Amt des Bezirkslaienführers aber auch jenes des Laienmitgliedes an die Jährliche Konferenz nicht mehr besetzt werden. Auch der Wunsch nach einem Laien, welcher den Bezirksvorstand präsidiert, konnte nicht erfüllt werden. Die Verwaltung der Kasse wie auch jene der Liegenschaft wurde von der Zentralverwaltung der EMK übernommen, da auf dem Bezirk keine entsprechenden Personen gefunden werden konnten. Damit sind die wichtigsten Ämter in der Gemeinde unbesetzt. Grund dafür sind der hohe Altersdurchschnitt oder die fehlende Fachkompetenz in diesen Bereichen. Der Bezirk Luzern ist seit vielen Jahren auf die finanzielle Solidarität der anderen Bezirke angewiesen. Dank dieser Solidarität und der guten Vermietung der Liegenschaft in Luzern konnte sich der Bezirk Luzern überhaupt so lange behaupten.

Der zuständige Distriktsvorsteher, Markus Bach war bereits seit längerer Zeit mit dem Bezirk Luzern im Gespräch über die weitere Zukunft. Wie die Begleitung der Mitglieder und Freunde aussehen wird, ist Gegenstand der weiteren Abklärungen. Pfarrer Andreas Röthlisberger wird im kommenden Sommer eine neue Dienstzuweisung als Pfarrer bekommen. Mit der Schliessung des Bezirks Luzern wird eine grosse Lücke in der Verbreitung der EMK in der Schweiz entstehen. „Wir bedauern gemeinsam mit den Menschen des Bezirks Luzern diesen Schritt und sind traurig, dass es uns nicht gelungen ist, in der Innerschweiz eine feste Gemeinde aufzubauen. Wir hoffen und beten jedoch, dass es zu einem späteren Zeitpunkt andere Möglichkeiten der Evangeliumsverkündigung in der Innerschweiz geben wird“ betont das Kabinett.


Quelle: Kabinettsbrief Nr. 2 / 2007-08

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