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EMKNI - 10.11.2007   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Ökumenische Arbeitsgruppe zum Verhältnis Kirche und Staat

Die Evangelisch-methodistische Kirche in der Schweiz (EMK) erlebt aufgrund ihrer vielfältigen Tätigkeit in Europa die verschiedenen Verhältnisse der Staaten in Europa hautnah. So ist die EMK nahezu in allen Ostländern öffentlich-rechtlich anerkannt worden. In der Schweiz dagegen gibt es nicht einmal eine Ansprechstelle des Bundes für die Anliegen der Kirche. Aus diesem Grund ist es ihr ein Anliegen, das Verhältnis der verschiedenen Kirchen zum Bund der heutigen Zeit anzupassen.

Das Präsidium der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen AGCK (zu der auch die EMK gehört) hat eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit der zukünftigen Form des Verhältnisses zwischen den Kirchen, beziehungsweise anderen Religionsgemeinschaften und dem Bund beschäftigt. Die Arbeitsgruppe „Verhältnis Bundesstaat – Religionsgemeinschaften“ hat Ende Oktober 2007 ihre Arbeit aufgenommen.

Eine Expertengruppe des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK hat 2002 in ihrem Bericht die Schaffung eines Religionsartikels in der Bundesverfassung und einer Ansprechstelle für Kirchen und Religionsgemeinschaften beim Bund vorgeschlagen. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen AGCK verfolgt das Anliegen weiter. Dabei sollen konkrete Schritte festgelegt werden.

Die Arbeitsgruppe „Verhältnis Bundesstaat – Religionsgemeinschaften“ besteht aus folgenden Personen:
- Erwin Tanner, Jurist und Theologe, Schweizerische Bischofskonferenz SBK (Vorsitz)
- Pfarrer Thomas Wipf, Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK
- Pfarrer Markus Sahli, Schweizerischer Evangelischen Kirchenbund SEK
- Pfarrer Markus Bach, Evangelisch-methodistische Kirche EMK
- Claude Cuendet, Jurist, Eglise réformée du Canton de Vaud EERV
- Maja Weyermann, Theologin, Christkatholische Kirche
- M. Michel Corpataux, Ökonom, Delegierter der Schweizerischen Bischofskonferenz SBK
- Christiane Faschon, Generalsekretärin der AGCK

Sobald unter den christlichen Kirchen der Schweiz ein Konsens über die zukünftige Ausgestaltung des Verhältnisses zwischen Kirchen, Religionsgemeinschaften und Bund erreicht ist, sollen die Vorschläge durch die AGCK anderen Religionsgemeinschaften unterbreitet werden. Die Arbeitsgruppe wird bis März 2008 zu Handen des Präsidiums der AGCK einen Vorbericht erstellen.

Grundlage der Arbeit ist der Expertenbericht des SEK von 2002 zu den genannten Fragen. Dieser wurden von einer Arbeitsgruppe der AGCK weiter entwickelt. Deren Bericht wurde 2005 vorgelegt. Auf Anfrage von SEK und SBK bildete das Präsidium nun eine weitere Arbeitsgruppe für konkrete Vorschläge. Weiter Informationen zur AGCK befinden sich auf deren Homepage: www.agck.ch


Quelle: Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Christlichen Kirchen in der Schweiz AGCK

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