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EMKNI - 02.10.2007   Zurück zur Übersicht

Schweiz/Bulgarien: Orgel aus Wädenswil ertönt nun in Sofia

Der Orgelbauer Ruedi Wernli baute die Orgel aus Wädenswil in Sofia wieder auf.Ein nicht ganz alltägliches Geschenk machte die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) der Region Zimmerberg am Zürichsee der EMK-Gemeinde in Sofia (Bulgarien): eine Orgel, die hierzulande niemand mehr brauchen kann, die aber noch in einwandfreiem Zustand ist (Die EMK News berichteten unter http://emknews.umc-europe.org/2007/juni/27-01.php). Seit dem 9. September ertönt die Orgel aus Wädenswil nun tatsächlich in den Gottesdiensten der EMK-Gemeinde "Dr. Long" in der bulgarischen Hauptstadt und wird dort hochgeschätzt. „Für uns ist ein Traum in Erfüllung gegangen“, schreibt der EMK-Pfarrer Vladimir Todorov an die Schweizer Spender. Seine Gemeindeglieder hätten seit 15 Jahren auf eine Orgel gewartet. Orgelmusik im Gottesdienst stellt in Bulgarien immer noch einen grossen Luxus dar. Das Instrument aus Wädenswiler ist erst die zehnte Orgel, die in dem Land im Südosten Europas überhaupt existiert.

Damit die Orgel in Sofia eine neue Bleibe finden konnte, waren zuvor die guten Dienste von zahlreichen Männern und Frauen aus der Schweizer EMK nötig.

Ruedi Wernli, Hauswart des Hauses Tabea Horgen und gelernte Orgelbauer sorgte dafür, dass die Orgel in ihre Einzelteile zerlegt wurde. Anschliessend reinigte und überholte er sie in seiner Werkstatt im Haus Tabea.

Am 27. August 2007 wurde die Orgel mit ihren 352 Pfeifen in einen Lastwagen verladen. Peter Ott, der eine Fahrschule betreibt, stellte eines seiner Fahrzeuge dafür zur Verfügung. Den Transport selbst führten Daniel und Susanna Herzog während ihrer Ferien aus. Herzog kämpfte sich ebenfalls durch die Vorschriften der Zollbehörden und erreichte schliesslich mit Unterstützung von Urs Schweizer, dem Assistenten des EMK-Bischofs, dass der Transport der Orgel und weiterer Hilfsgüter von der Schwerverkehrsabgabe LSVA befreit wurde.

Ende August, anfangs September verbrachte Ruedi Wernli zusammen mit seiner Frau eine Woche in Sofia, um die Orgel dort wiederum zu installieren. Die Arbeitszeit, die Ruedi Wernli für den gesamten Transfer der Orgel benötigte, bezahlte seine Arbeitgeberin. Einen finanziellen "Zustupf" für den Orgeltransport leistete ebenfalls der EMK-Bezirk Uzwil/Flawil, der eine langjährige Gemeindepartnerschaft mit der EMK-Gemeinde in Sofia unterhält.


Quelle: EMKNI – Barbara Streit-Stettler

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