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EMKNI - 24.10.2007   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Gelebte Freundschaft im Film „Chrigu“

Zurzeit läuft in vielen Kinos der deutschen Schweiz der Film „Chrigu“. Er dokumentiert das Leben und Sterben des an Krebs erkrankten jungen Mannes Christian Ziörjen. Am Anfang seiner Krankheit filmte er sich selbst. Als sich sein Zustand verschlechtert, übernimmt sein Freund Jan Gassmann die Kamera. Nach dem Tod Ziörjens im November 2005 im Inselspital Bern, stellt Gassmann aus den rund 120 Stunden Material den Dokumentarfilm „Chrigu“ zusammen. Der Filmstudent, der Mitglied der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) ist, sagt gegenüber der Zeitung „Bund“, dass der Film eine tröstende Kraft enthalte. Er zeige, „wie Chrigu vom Kampf gegen die Krankheit zum Akzeptieren des Schicksals und damit zu einer Form von Freiheit findet“. Trotz des intimen Themas wirkten die Bilder nie voyeuristisch, schreibt der „Bund“. Gassmann hole seinen Freund vom Sterbebett ins Leben zurück und mache aus einem Krankheitsfall ein berührendes Porträt.
Peter Gumbal, EMK-Pfarrer in Adliswil, hat sich den Film mit den Jugendlichen aus seiner Gemeinde angeschaut. „Er hat viel ausgelöst und uns ins Gespräch geführt“, sagt er. Der Film sei zwar nicht explizit christlich, vermittle aber viel Hoffnung und Trost, das Leben trotz tödlicher Krankheit zu wagen.

Der Film wurde er an der Berlinale mit dem ökumenischen Filmpreis ausgezeichnet. Ausserdem ist er einer der Gewinner des diesjährigen „Berner Filmpreises“. „Das Filmporträt eines jungen Mannes voll Energie und Lebenslust wurde zu einer bewegenden und reifen Geschichte über Lebenshoffnung, eine tödliche Krankheit und über Freundschaft“, schreibt die Kommission der Berner Filmförderung in ihrer Begründung.

Angaben zum Film: Chrigu, Schweiz 2006. Regie: Jan Gassmann, Christian Ziörjen. Verleih: Look Now!, Zürich, http://www.looknow.ch/
Website des Films: http://www.chrigufilm.com/


Quelle: Barbara Streit-Stettler, Kommunikationsbeauftragte

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