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EMKNI - 30.10.2007   Zurück zur Übersicht

Mazedonien: Regierung lud zu interreligiöser Konferenz für den Frieden

Die Delegation der Methodisten in OhridIn Ohrid (Mazedonien) ging am vergangenen Sonntag die Weltkonferenz zum Dialog zwischen den Religionen und Zivilisationen zu Ende. Die mazedonische Regierung hatte zu dieser zweiten interreligiösen Konferenz eingeladen, an der Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedensten christlichen Kirchen, dem Judentum und dem Islam teilnahmen. Die erste Dialogkonferenz hatte 2003 ebenfalls in Ohrid auf Initiative des verstorbenen Staatspräsidenten und Methodisten Boris Trajkovski stattgefunden. „Der Dialog zwischen Christentum und Islam gehört zum alltäglichen Leben in Mazedonien“, sagte Aussenminister Antonio Milososki in seiner Eröffnungsrede. Moscheen stünden neben Kirchen. Sich bei den grossen Festen gegenseitig mit den besonderen Speisen zu beschenken, sei gemeinsames kulturelles Erbe. Milososki: „Das Ziel dieser Weltkonferenz ist es dazu beizutragen, dass der politische Wille entsteht, Anliegen in diesem Bereich zu lösen.“
An der Konferenz nahmen rund 300 führende Persönlichkeiten aus den Bereichen Religion und Kultur aus fast allen europäischen Ländern, den USA, Kanada, Indonesien, China, Libanon, Indien, Saudi-Arabien und Jordanien teil. Die Evangelisch-methodistische Kirche in Mazedonien war an der Planung und Durchführung der Konferenz beteiligt. An der Konferenz selbst waren die Methodisten international vertreten.
In allen Stellungnahmen wurde deutlich, dass der Friede das Ziel gemeinsamer Bemühungen sei. Einer der Redner brachte es auf den Punkt: „Der Kampf findet nicht zwischen den Religionen und Kulturen, sondern zwischen den Extermisten und den Gemässigten in allen Lagern statt. Lasst uns die Moderaten stärken und unterstützen und den Extremisten keine Chance geben.“ In einer Schlusserklärung bekundeten die Konferenzteilnehmer ihre Überzeugung „vom Beitrag des Glaubens und der Kultur für Frieden, gegenseitiges Verstehen und Zusammenarbeit“ und anerkannten die „Wichtigkeit der Ideen wechselseitiger Toleranz, des Verstehens und des Brücken Bauens zwischen Nationen, Gemeinschaften und Ländern“. Eine Gruppe wurde ernannt, die eine weitere Konferenz im Jahr 2010 vorbereiten wird.


Quelle: Helmut Nausner / Barbara Streit-Stettler

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