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EMKNI - 04.09.2007   Zurück zur Übersicht

Peru: Beten für die Opfer des Erdbebens

Ein Mann sucht in den Trümmern seines Hauses nach noch Brauchbarem[Credits] Bei dem schwersten Erdbeben in Peru seit 40 Jahren kamen am 15. August nach bisherigen Angaben mehr als 510 Menschen ums Leben. Das Epizentrum des Bebens mit einer Stärke von 7,9 auf der Richterskala lag in etwa 41 Kilometern Tiefe im Pazifischen Ozean, rund 145 Kilometer südlich der peruanischen Hauptstadt Lima.

Die Peruanerin Alicia Paredes, welche Koordinatorin des Familienprogramms von CIEMAL ist, dem Lateinamerikanischen Rat methodistischer Kirchen, schreibt in einem Brief an die Bischöfinnen und Bischöfe Lateinamerikas und der Karibik:

"Ich bitte alle Kirchen um Gebet für die Kinder und Jugendlichen meines Landes. Ich flehe um Gottes Gnade.
Hier in Peru gehen wir, bedingt durch das Erdbeben im Südwesten des Landes, durch eine sehr harte Zeit. Die Situation ist äusserst schwierig, aber wir glauben an den Herrn des Lebens, dessen Mitleid Menschen zum Handeln bewegt. Viele Menschen beweisen ihre Solidarität, wie das geschieht, seit es Christen gibt.

Tausende von sehr instabilen Behausungen, in denen sehr arme Familien lebten, sind zusammengebrochen und haben Tod, Verletzung und Angst gebracht. Die meisten Familien leben seit der Katastrophe auf der Strasse. Die Situation wurde noch dadurch verschlimmert, dass auch Gefängnisse zerstört wurden und Schwerkriminelle fliehen konnten. Das hat zu einem Klima von Gewalt in den betroffenen Gebieten geführt.
Bisher (Stand 23. August 2007) zählt man 510 Tote, 1700 Verwundet, 80'000 Obdachlose und 37'940 zerstörte Gebäude. 416 Nachbeben unterschiedlicher Stärke führen immer wieder zu neuer Panik unter der Bevölkerung von Lima und den betroffenen Gebieten.

Die durch die Regierung versprochene Hilfe ist nicht angekommen. Tausende leben ohne sauberes Trinkwasser, ohne Essen, Decken und Notfallzelte. Kälte und Hunger führen zu noch grösserer Verzweiflung unter den Menschen.

Kinder sind am stärksten betroffen und viele von ihnen sind zu Waisen geworden. Ihre Häuser sind zerstört. Hinzu kommen noch die Qualen von Hunger und Durst und die Kälte des Winters.

Wir beten darum, dass Hilfe diejenigen erreicht, die sie am Dringendsten benötigen. Wir beten zu Gott, dass diejenigen, welche verantwortlich sind für die Verteilung der nationalen und internationalen Hilfsgüter, diese gerecht verteilen, und dass die durch Korruption bewirkte Ungerechtigkeit den Wiederaufbau von Häusern und Gemeinschaften nicht verhindert.

Die Schwestern und Brüder der Methodistenkirche von Ica und deren Missionsstationen benötigen Ihre Gebete. Die Mauern der Gebäude sind beschädigt. Die Menschen leben unter qualvollen Umständen. 85% von ihnen haben beinahe allen Besitz verloren. Sie leben auf den Strassen, und versuchen das Wenige, was sie von ihrem Besitz in den Trümmern noch finden konnten, vor Plünderern zu schützen. Die Methodistenkirche von Chincha ist auch ziemlich stark betroffen. Die Menschen leiden Schmerzen. Auch dort haben sie alles verloren, und schlafen in den Strassen und Parks. In Tambo de Mora wurden viele Häuser von der Flut weggespült.

Und wie man soeben erfahren konnte, betteln die Kinder auf den Strassen um Nahrung und andere Hilfsgüter.

Heute ist die Zeit für die Christen, die sich Methodisten nennen, als Familie zusammenzustehen und gemeinsam diesen Kindern und Jugendlichen Schutz und Liebe zu geben.

Möge Gott sie segnen.

Alicia Paredes"


UMCOR, das weltweit operierende Hilfswerk der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) hat seine Hilfe via die Methodistenkirche von Peru anlaufen lassen. Mehr dazu unter

http://new.gbgm-umc.org/UMCOR/newsroom/releases/archives07/20070817/?search=Peru


Quelle: Alicia Paredes - CIEMAL

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