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EMKNI - 06.09.2007   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Das Bedürfnis für Kurzeinsätze im Ausland wächst bei der EMK

Tatjana Heusner und Sarah LäubliSeit rund vier Jahren bietet Connexio, das Netzwerk für Mission und Diakonie der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK), jungen Menschen Kurzeinsätze bei ihren Partnerkirchen im Ausland an. Vermittelt werden die Einsätze neu in Zusammenarbeit mit Takano, der Kinder- und Jugendarbeit der EMK. „Wir stellen in den letzten Jahren ein wachsendes Bedürfnis für diese Kurzeinsätze fest“, sagt Nicole Gutknecht, die bei Connexio für dieses Angebot Ansprechperson ist. Die Anfragen kommen vor allem von jungen Frauen, die die Matur oder die Lehrabschlussprüfung hinter sich haben. Bislang waren rund 10 junge Menschen bei einer Partnerkirche der EMK Schweiz in Lateinamerika, Afrika, Mitteleuropa und im Balkan von drei Monaten bis zu einem Jahr im Einsatz. Im Sommer sind Sarah Läubli aus Rafz und Tatjana Heusner aus Gelterkinden von je einem dreimonatigen Aufenthalt in Argentinien bzw. Serbien zurückgekehrt. Beide haben eine Horizonterweiterung erlebt. Sarah Läubli unterstützte in Lomas de Zamora, einem Ort in der Nähe von Buenos Aires, die dortige EMK-Pfarrerin Alicia Woelflin in ihren Gemeindeaufgaben. Sie findet, dass der Einsatz ihr ermöglicht hat, „ein anderes Land, die Kultur, die Mentalität und das Leben dieser Menschen kennen zu lernen“. Zudem sei sie in ihrer Selbständigkeit gefördert worden. Tatjana Heusner lernte in Serbien „andere Lebensweisen und Ansichten kennen und damit umzugehen, obwohl ich persönlich vielleicht anders darüber denke“.
Auch für Connexio stellen diese Kurzeinsätze einen Gewinn dar, da sie die Beziehung zu den Partnerkirchen verstärken, wie Nicole Gutknecht unterstreicht. Allerdings ist sie sich im Klaren, dass die Kirchen durch die jungen Menschen aus der Schweiz nicht nur unterstützt, sondern auch gefordert sind. „Sie haben in ihrem Alter meistens wenige sprachliche und berufliche Kompetenzen, die sie einsetzen können.“ Auch Sarah Läubli und Tatjana Heusner sprechen nach ihrem Einsatz von ihren Herausforderungen. Sarah Läubli war dreimal pro Woche in einem der EMK angegliederten Kindergarten tätig, half in einem Projekt für Obdachlose mit und besuchte verschiedene Projekte der EMK wie Mittagstische und Aufgabenhilfe für Schüler. „Es ist schwierig, jeden Tag mit der Armut konfrontiert zu sein“, sagt sie. Zu sehen, dass ein grosser Teil der Bevölkerung auf vieles verzichten muss, hinterlasse ein gewisses Gefühl der Hilflosigkeit. Tatjana Heusner arbeitete in Pivnice im Kindergarten der dortigen EMK-Gemeinde mit und kämpfte mit sprachlichen Schwierigkeiten: „Sich mit den Leuten irgendwie zu verständigen, obwohl man nicht ihre Sprache spricht, ist eine Herausforderung.“

Kontaktadresse für Kurzeinsätze: Lukas Fankhauser, Fachstelle Takano, Jurastrasse 27, 4600 Olten, 062 205 70 00, lukas.fankhauser@takano-online.ch. Voraussetzungen für einen Kurzeinsatz sind Offenheit, Motivation für Diakonie, Sprachkenntnisse und rund drei bis zwölf Monate freie Zeit.


Quelle: Connexio, Takano Fachstelle EMK

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