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EMKNI - 15.04.2008   Zurück zur Übersicht

Weltweit: Generalkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche in Texas

Ein Kinderchor aus Uganda wird die Generalkonferenz 2008 eröffnen.Ende April tagt die Generalkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Fort Worth in Texas. Die knapp 1000 EMK-Delegierten aus aller Welt treffen sich alle vier Jahre während rund 10 Tagen, um Grundfragen der Kirche zu diskutieren und zu beschliessen.

„Eine Zukunft mit Hoffnung“ („A Future with Hope“) lautet das Leitmotiv der Tagung, die vom 23. April bis 2. Mai stattfindet. Aus der Schweiz werden der EMK-Pfarrer Marc Nussbaumer und das Laienmitglied Stefan Ilg in die USA reisen. Sie wurden von der Jährlichen Konferenz Schweiz-Frankreich als Delegierte für die Generalkonferenz gewählt. Bischof Patrick Streiff wird von Amtes wegen ebenfalls teilnehmen, aber kein Stimmrecht haben.

Voraussichtlich wird die Generalkonferenz ein neues soziales Bekenntnis beschliessen, das sich vermehrt für den gottesdienstlichen Gebrauch eignen soll. Eine erste Fassung dieses Bekenntnisses wurde vor 100 Jahren von der weltweiten Konferenz verabschiedet. Für die aktuelle Überarbeitung fanden Konsultationen in Europa, Afrika und auf den Philippinen statt. Wie an jeder Generalkonferenz werden die Delegierten zudem die sozialen Grundsätze überarbeiten, die die Handlungsfelder des sozialen Bekenntnisses ausführlicher umschreiben. In diesem Zusammenhang werden einmal mehr umstrittene Themen wie die praktizierte Homosexualität diskutiert werden.

Auf der strukturellen Ebene wird sich die Generalkonferenz mit der Ordination befassen. Folgende Fragestellungen werden dazu unter anderen erörtert werden: Welche Aufgaben soll ein ordinierter Diakon wahrnehmen und welche eine ordinierte Pfarrperson? Wann soll die Ordination erfolgen? Müssen alle Personen ordiniert werden, die eine Sakramentsvollmacht erhalten?

Mit knapp acht Millionen Mitgliedern ist die USA die weitaus stärkste Kirche innerhalb der weltweiten EMK. An der Generalkonferenz gibt es deshalb oft Traktanden zu beschliessen, die eigentlich nur die Kirche in den USA betreffen. Um dieses strukturelle Problem zu beseitigen, wird die Generalkonferenz darüber entscheiden, ob die Kirche in den USA eine eigene Zentralkonferenz bilden kann.

Die Zusammensetzung der Delegierten der Generalkonferenz hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Die weltweite EMK ist insgesamt eine wachsende Kirche. Dieses Wachstum ist aber stark von Ländern ausserhalb Europas und den USA geprägt. Deshalb nimmt auch der Anteil der Delegierten aus den Ländern Afrikas und Asiens zu. An der diesjährigen Generalkonferenz kommen rund 300 Delegierte von ausserhalb der USA, für 2012 rechnet man bereits mit rund 400 nicht-amerikanischen Delegierten.

Die Webseite zur Generalkoferenz der EMK findet man unter http://gc2008.umc.org.


Quelle: Bischof Patrick Streiff / Barbara Streit-Stettler

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