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EMKNI - 19.04.2008   Zurück zur Übersicht

Erste Signale aus der Generalkonferenz in Fort Worth

Peter Binder aus der Schweiz ist Mitglied des weltweiten Kirchenvorstandes und nimmt an der Generalkonferenz teilNeben der offiziellen Delegation aus der Jährlichen Konferenz Schweiz-Frankreich mit Bischof Dr. Patrick Streiff (Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa – MSE), Marc Nussbaumer (Pfarrer) und Stefan Ilg (Laienmitglied) wird auch Peter Ch. Binder aus Winterthur als Mitglied im Rat für Finanzen und Administration (GCFA) an der Generalkonferenz teilnehmen, ohne Stimmrecht wie die Bischöfe (vgl. EMKNI-Meldung vom 15. April 2008). 2004 auf Nomination des Bischofsrates in den Rat gewählt, vertritt er die drei Zentralkonferenzen (ZK) in Europa (ZK Deutschland, ZK Nordeuropa und Eurasien und ZK Mittel- und Südeuropa).

Der GCFA führt zwischen den Generalkonferenzen die Geschäfte der Kirche und koordiniert und verwaltet die gesamtkirchlichen Fonds der einzelnen Werke, z.B. der weltweiten Missionsbehörde, der Frauenarbeit, der Medienarbeit usw. Ca. 40 Mitarbeitende erbringen zudem gesamtkirchliche Dienstleistungen wie z.B. die Verwaltung des Bischofsfonds, die interne Revisionstätigkeit, die Rechtsabteilung und die Koordination der Reisetätigkeit innerhalb der gesamten Kirche. Der Bischofsrat befasst sich in erster Linie mit gesamtstrategischen und kirchlich-theologischen Fragen. Bis 2004 arbeiteten diese beiden Gremien in Koordination miteinander, dann beschloss die letzte Generalkonferenz die Einsetzung einer Art "Runder Tisch" (Connectional Table), um die Arbeiten und strategischen Zielsetzungen der EMK besser zu koordinieren. Seither besteht eine intensive Zusammenarbeit zwischen GCFA und Connectional Table, welche ihre Sessionen jeweilen gleichzeitig abhalten.

Erstmals formulierten die führenden Gremien der Kirche vier gemeinsame Ziele: 1. Kirchenwachstum, 2. Umfassende Gesundheitsversorgung mit Schwerpunkten Bekämpfung von Malaria und AIDS bzw. HIV-Epidemie, 3. Bekämpfung der Armut und 4. Leadership (hier ist gemeint: Befähigen der Personen in Leitungsfunktionen). Alle Arbeitszweige der Kirche mussten 2007 ihre Budgeteingaben an diesen Zielen orientieren.

Im Vorfeld der Generalkonferenz sind bis heute über 1'500 Petitionen eingegangen. Diese werden in den ersten Tagen der Generalkonferenz in vorbereitenden Kommissionen beraten. Viele dieser Eingaben befassen sich mit theologischen und gesellschaftspolitischen Fragen. Mitarbeitende des GCFA haben alle Eingaben durchforstet und nach solchen gesucht, welche finanzielle Auswirkungen auf das Budget der Gesamtkirche haben. Zudem ist mit weiteren spontanen Anträgen an der Generalkonferenz zu rechnen. Gemäss einer Regel in der Kirchenordnung dürfen solche Anträge der Generalkonferenz nur zur Abstimmung vorgelegt werden, wenn die finanziellen Auswirkungen klar und die Finanzierung geregelt ist. Dies vorzubereiten ist nun Aufgabe der beiden Gremien GCFA und Connectional Table, weshalb deren Mitglieder auch an der Generalkonferenz weilen. Zuerst wird eine kleine Arbeitsgruppe (6 Mitglieder, genannt Action Team) die Eingaben sortieren und bewerten. In dieser Arbeitsgruppe ist Qyvind Hellisien aus Norwegen mit dabei. Dann gehen die Eingaben an das Prozessteam (22 Mitglieder), welche die Eingaben inhaltlich bearbeiten und mit den einzelnen kirchlichen Werken abklären, ob die Aufgabe realisiert und finanziert werden kann. In dieses Team wurde Peter Ch. Binder berufen. Das Prozessteam stellt die Eingabe mit einer Empfehlung dem Plenum von GCFA und Connectional Table zu (ca. 100 Mitglieder), dort sind auch Reiner Stahl aus Deutschland und Roland Sigrist aus Österreich mit dabei. Dieses Plenum leitet seine Entscheidung und einen Antrag über die täglich erscheinende Zeitschrift an das Plenum der Generalkonferenz weiter. Die Europäischen Zentralkonferenzen sind also gut in den vorberatenden Gremien vertreten.

Wir sind aufgerufen, in den kommenden Tagen und Wochen an die Arbeit der Generalkonferenz zu denken und sie in unsere Gebete miteinzuschliessen.


Quelle: Peter Binder, Winterthur

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