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EMKNI - 24.04.2008   Zurück zur Übersicht

USA: Generalkonferenz der EMK eröffnet

Tänzerinnen aus der St. Luke-Gemeinde in Dallas bei der Eröffnung der Generalkonferenz. (Foto: Mike DuBose)Vergangene Nacht wurde die weltweite Generalkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Fort Worth (Texas, USA) eröffnet. Die 992 Delegierten aus 129 Jährlichen Konferenzen und 50 Ländern werden für die kommenden vier Jahre strategische Beschlüsse für eine Kirche mit 11,5 Millionen Mitgliedern fassen. Wichtiger Schwerpunkt der Konferenz sind die Neufassung des sozialen Bekenntnisses und die Überarbeitung der sozialen Grundsätze.
Zu Beginn der 10-tägigen Verhandlungen trafen sich die Delegierten zu einem zweistündigen Gottesdienst. Beiträge von Lobpreis-Bands, eines klassischen Orchesters und von Chören, Gebete und Schriftlesungen in verschiedensten Sprachen sowie Symbole wie Glas, Holz, Brot, Früchte und Wein, die das Gesagte unterstrichen, gehörten zum Eröffnungsgottesdienst.
Unter dem Leitsatz der Konferenz „Eine Hoffnung mit Zukunft: Macht Jünger, um die Welt zu verändern“ (A Future with Hope: Making Disciples for the Transformation of the World“) versammelten sich die Delegierten zum Abendmahl, das von der Präsidentin des Bischofsrats, Bischöfin Janice Riggle Huie, geleitet wurde. Sie rief die Methodisten dazu auf, in einer Welt inmitten von AIDS, Malaria, Gewalt, Klimawandel und Angst Hoffnung aus der Auferstehung heraus zu leben. Die Bischöfin verglich den heutigen Gebrauch des Begriffs „Hoffnung“ mit einem Marshmallow: „Es fühlt sich weich an und sieht süss und einladend aus“, sagte sie. Gelange das Marshmallow aber in die Nähe des Feuers, schmelze es und tropfe vom Stängel. „Die Hoffnung aus der Auferstehung heraus verändere hingegen Leben und die Zukunft“, betonte die Bischöfin.
Nach dem Abendmahl fand eine erste Sitzung der Generalkonferenz statt, wo die Delegierten über die Verhandlungsregeln befanden. Heute Nacht werden die 13 parlamentarischen Kommissionen (legislative committees) ihre Arbeit aufnehmen und in den nächsten Tagen die 1500 eingereichten Petitionen vorberaten, bevor das Plenum darüber beschliessen wird. Jede dieser Kommissionen umfasst rund 100 Delegierte, die sich wiederum zur Diskussion in Kleingruppen aufteilen.
In den nächsten zwei Tagen werden ebenfalls spezielle Einstiegsveranstaltungen für Frauen, Junge, ethnische Minderheiten und Delegierte aus den Ländern ausserhalb der USA stattfinden, damit diese ihre Anliegen an der Konferenz besser einbringen können. Die Delegierten der Zentralkonferenz Mittel- und Südeuropas, zu denen auch die Schweizer Marc Nussbaumer und Stefan Ilg gehören, treffen sich täglich vor den Sitzungen, um sich gegenseitig zu unterstützen.


Quelle: J. Richard Peck / United Methodist News Service / David Bühler / Barbara Streit

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