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EMKNI - 30.04.2008   Zurück zur Übersicht

USA: Arbeiten und Feiern an der Generalkonferenz

Die 992 Delegierten an die diesjährige Generalkonferenz in Fort Worth (Texas) erleben sehr intensive Tage. Sie feiern Gottesdienste, diskutieren über die Zukunft der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK), hören Grussbotschaften, singen und beten gemeinsam und teilen auf diese Weise ein Stück Weg miteinander – und das vom frühen Morgen bis spät in die Nacht. Ein kleiner Einblick in die grosse Themenfülle:

- In der Vergangenheit traf sich eine Zentralkonferenz-Kommission jeweils einige Stunden vor der Eröffnung der Generalkonferenz, um Themen zu besprechen, welche Gemeinden ausserhalb der USA betreffen. Die Generalkonferenz hat nun einen Plan angenommen, welcher die Schaffung eines ständigen Zentralkonferenz-Komitees ermöglicht. Dieses Komitee soll zwischen 2009 und 2012 zweimal tagen.

- Die Generalkonferenz hat die Einsetzung einer Arbeitsgruppe zur Frage der Klimaerwärmung beschlossen. Die 12-köpfige Arbeitsgruppe soll Gemeinden, Behörden und Konferenzen der EMK für das Thema sensibilisieren und konkrete Empfehlungen abgeben, so zum Beispiel in den Bereichen Solarenergie, Gebäude-Isolation oder alternative Tagungsformen (-> Reduzierung der Reisetätigkeit).

- Die 700'000 Mitglieder umfassende EMK in Côte d’Ivoire ist offiziell als Jährliche Konferenz in die EMK aufgenommen worden. Sie ist die weltweit grösste Jährliche Konferenz der EMK und wird somit im Jahr 2012 auch die grösste Delegation an die Generalkonferenz in Tampa (Florida) entsenden. Dies wird ein weiterer signifikanter Beitrag zu einer Veränderung in der Zusammensetzung der Generalkonferenz darstellen.

- Bischof Gregory V. Palmer ist als neuer Präsident des Bischofsrates der EMK eingesetzt worden. Er wird nun während zweier Jahre den aus 69 aktiven und 87 pensionierten Bischöfinnen und Bischöfen bestehenden Bischofsrat leiten, bevor im Jahr 2010 Bischof Larry Goodpaster diese Aufgabe übernehmen wird.

- Angesichts der Tatsache, dass die EMK in Afrika am schnellsten wächst, haben die Delegierten an die Generalkonferenz einen Antrag zur Unterstützung theologischer Ausbildungsstätten in Afrika angenommen. Zwei Millionen USD sollen die Ausbildung zusätzlicher Pastorinnen und Pastoren für die wachsenden Gemeinden in Afrika ermöglichen.

- Nachdem eine 2004 eingesetzte Arbeitsgruppe festgestellt hatte, dass die Generalkonferenz in vielen Dingen zu sehr auf die Situation in den USA ausgerichtet sei, haben die Delegierten nun den Bischofsrat und den Connectional Table gebeten, ein 20-köpfiges Komitee einzusetzen, das die Arbeit weiter führt. Unter anderem liegen Vorschläge auf dem Tisch, die bisherigen Zentralkonferenzen in Regionalkonferenzen umzubenennen und auch alle Jährlichen Konferenzen in den USA zu einer Regionalkonferenz zusammenzufassen, um ausschliesslich US-relevante Fragen dort zu besprechen. Das neue Komitee soll nicht zuletzt auch die finanziellen Auswirkungen allfälliger Strukturveränderungen prüfen und wieder an die Generalkonferenz im Jahr 2012 berichten.

- Die Generalkonferenz hat die Schaffung eines ständigen Komitees für Glauben und Kirchenverfassung beschlossen. Dieses Komitee soll – beispielsweise durch die Publikation von Studienmaterialien – den Bischöfinnen und Bischöfen sowie den Gemeinden helfen, Fragen des Glaubens, der Lehre und der Verfassung zu bedenken.

- Das Alter, in dem Bischöfinnen und Bischöfe in den Ruhestand treten müssen, ist von 66 auf 68 Jahre angehoben worden.

- Die Delegierten haben der Schaffung einer Arbeitsgruppe für gesellschaftsverantwortliche Investitionen zugestimmt. Diese soll einen gemeinsamen Standard für die Ermittlung nicht zulässiger Investitionen erarbeiten, umsetzen und fördern.

- In einer Ansprache hat die Präsidentin von Liberia, Ellen Johnson Sirleaf, mit Dankbarkeit auf die Auswirkungen der Arbeit der EMK in Liberia hingewiesen – in ihrem eigenen Leben, aber auch in der liberianischen Gesellschaft.

Es gibt in der Generalkonferenz aber nicht nur ein ungetrübtes Feiern der Gemeinschaft, sondern auch Dinge, die trennen. Jim Harnish, Senior Pastor der Hyde Park UMC in Tampa, FL, hat es so formuliert: «Während sich die offensichtlichste Trennlinie zwischen jenen im linken und rechten Spektrum hindurch zieht, gibt es eine subtilere Trennung auch zwischen jenen, deren Fokus primär auf der Ortsgemeinde liegt, und jenen, die sich primär für Programme für die gesamte Denomination einsetzen.»


Quelle: United Methodist News Service / Newscope

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