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EMKNI - 11.02.2008   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Gottesdienste als „Gnadenmittel“

Unter dem Titel „Elemente und Elementares“ macht sich die neuste Ausgabe von „Kirche und Welt“ auf die Suche nach den Kernelementen eines Gottesdienstes. Dabei greift der Redaktor der Zeitschrift der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in der Schweiz, Sigmar Friedrich, in seinem Editorial auf den Kirchengründer John Wesley zurück, der die Gottesdienste als „Gnadenmittel“, als Gefässe bezeichnete, durch die und in denen „Gottes freundliche Güte für die Menschen“ erfahrbar werde. Während sich zur Zeit Wesleys die Gottesdienstliturgie stark an diejenige der anglikanischen Kirche anlehnte, sei die Gestaltung der Gottesdienste unterdessen bunter geworden, schreibt Friedrich.

Dem stimmt auch der EMK-Pfarrer Walter Wilhelm aus Birsfelden in seinem Grundsatzartikel zu: „Ich plädiere bei Stilfragen für ein gemeinsames Feiern, welches sich bewusst ist, dass Gott in und mit den verschiedenen Stilen wirkt und uns verschiedenartige Menschen berührt und prägt.“ Gott wirke auch dort, wo der Stil als fremd empfunden werde. „Die Sehnsucht, dass Gott mich anrührt, kann ich darum in jeden Gottesdienst als Grundhaltung mitnehmen“, betont Wilhelm und gelangt zu einem überraschenden Schluss: „Beim Gottesdienst dient Gott uns.“ Er sei Gastgeber und Hausherr. Die Besuchenden empfingen bei „seinem Fest seine Güte, Liebe und seine unvergleichliche Gnade“. Davon beschenkt, gebe der Gottesdienst den Teilnehmenden ihrerseits Raum, Gott zu dienen.

Ergänzende Beiträge in der Februar-Ausgabe von „Kirche und Welt“ beleuchten praktische Beispiele gottesdienstlicher Gefässe. Marian Bach, Co-Präsidentin des EMK-Frauennetzwerks stellt die Liturgie des diesjährigen Weltgebetstags vor. Dass ein Besuch in Taizé nach wie vor fasziniert, beschreibt ein weiterer Artikel. Eine Umfrage unter Besucherinnen und Besuchern eines Familiengottesdienstes im Bezirk 3X3emk im aargauischen Hunzenschwil rundet das Thema ab.

Ein Exemplar der Februar-Ausgabe von „Kirche und Welt“ kann bezogen werden bei: barbara.streit@umc-europe.org


Quelle: Barbara Streit-Stettler

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