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EMKNI - 13.02.2008   Zurück zur Übersicht

USA/Afrika: Zusammenarbeit für weltweite Gesundheit

Mütter mit ihren kranken Kindern im San Pedro Health Center, AngolaDie United Methodist Church (Evangelisch-methodistische Kirche / EMK) wurde von der Bill & Melinda Gates Foundation sowie der United Nations Foundation eingeladen, sich um einen Zuschuss von bis zu 5 Millionen USD zu bewerben. Damit soll eine Aktion zur Stärkung der weltweiten Gesundheitsdienste der Kirche unterstützt werden. Massnahmen im Bereich der Mittelbeschaffung, der Bildung sowie nach aussen gerichteter Aktivitäten hätten zum Ziel, in drei Jahren insgesamt 100 Millionen USD zu sammeln. Mit diesem Geld würden vor allem die methodistischen Bemühungen um eine Eliminierung von Malaria und anderen Armutskrankheiten in Afrika unterstützt.

Bischöfin Janice Riggle Huie, Präsidentin des Bischofsrates der EMK, erhielt die Einladung Mitte Januar 2008 durch die United Nations Foundation, welche hilft, den Prozess der Bezuschussung zu ermöglichen. Publik gemacht wurde die ganze Entwicklung am 26. Januar 2008 in Fort Worth, TX, wo die EMK im Frühling dieses Jahres ihre Generalkonferenz durchführen wird. Bischof Felton E. May, Interimsvorsitzender der Missionsbehörde der EMK, sowie Pfarrer Larry Hollon, Vorsitzender der Kommunikationsabteilung der EMK, berichteten, dass der Prozess schon im vergangenen Mai mit einer offiziellen Anfrage begonnen hätte. Nun gelte es, viele Details zu klären - in Bezug auf den Zuschuss, die Durchführung der Aktion und die Dienste, welche Unterstützung erhalten sollen.

Die Einladung, sich um einen Zuschuss der Gates Foundation zu bewerben, stelle eine «aussergewöhnliche Gelegenheit» für die Menschen der EMK dar, sagte Elizabeth Gore, Geschäftsführerin für Partnerschaftsbündnisse der United Nations Foundation. «Der sofortige Erfolg der Aktion ‚Nothing But Nets’ hat den Menschen der Kirche Schwung in ihren Bemühungen verliehen, Malaria zu eliminieren», sagte Gore am 15. Januar 2008 in einem Brief an Bischöfin Huie. «Es ist unser Ziel, während der kommenden Jahre partnerschaftlich mit Ihnen und verantwortlichen Leitungspersonen zusammenzuarbeiten, um Leben zu retten und den Start einer begeisternden Bewegung innerhalb der Kirche anzuregen.»

Die EMK ist schon seit langem eine Hauptakteurin im Kampf gegen Malaria und andere Armutskrankheiten, unterhält sie doch seit mehr als 160 Jahren Spitäler, Kliniken, Schulen und Missionszentren in ganz Afrika. In jüngster Vergangenheit hat die Kirche verstärkt nach Möglichkeiten gesucht, mit anderen Organisationen zusammenzuarbeiten - vor allem in Bezug auf ihre weltweiten Gesundheitsinitiativen. Das Ziel war und ist, die finanziellen Mittel wirksam einzusetzen und einen besseren Zugang zu Netzwerken und Fachwissen zu erhalten, die zu einem bedeutenden weltweiten Wandel beitragen können. Partnerorganisationen haben dabei immer die vor Ort schon vorhandene Infrastruktur der Kirche begrüsst, welche eine Hilfe für gefährdete Menschen ermöglicht.

Im Jahr 2006 wurde die EMK neben der United Nations Foundation, Sports Illustrated (einem amerikanischen Sportmagazin) sowie der Nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA Gründungsmitglied von «Nothing But Nets». Dieses Programm hat die Verhinderung von Malaria zum Ziel, indem Insektizid-behandelte Moskitonetze gekauft und an afrikanische Kinder verteilt werden. Bisher wurden dafür mehr als 18 Millionen USD gesammelt. Jedes Jahr sterben mehr als eine Million afrikanische Kinder an Malaria.

Im Oktober 2007 war die EMK die einzige Glaubensgruppierung, welche in Seattle/USA an einem Malaria-Forum der Gates Foundation vertreten war. Sowohl Bischof May als auch Pfarrer Hollon nahmen an dieser Veranstaltung teil, die 300 Wissenschaftler, Ärzte, Verantwortliche öffentlicher Gesundheitsdienste und Regierungsvertreter aus der ganzen Welt zusammen brachte.

Weltweite Gesundheit ist einer von vier Kernbereichen der Langzeitstrategie der EMK. «Unser Ziel ist es, endlich Bedingungen zu schaffen, damit Menschen auf der ganzen Erde eine bessere Gesundheit haben können», sagte Pfarrer Hollon. Bischof May ergänzte, dass die Gesundheitsdienste weiterhin ein wesentlicher Bestandteil der weltweiten Arbeit der Kirche blieben. «Heute ruft uns Gott, die Armutskrankheiten anzupacken - jene Heimsuchungen, die kontrolliert werden müssen und können. Eine solche Arbeit ist unsere von Gott gegebene Verantwortung.»


Quelle: United Methodist News Service

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