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EMKNI - 26.01.2008   Zurück zur Übersicht

Schweiz: „Charta Oekumenica“ in St. Gallen unterzeichnet

Feierliche Unterzeichnung der Am vergangenen Samstag, 19. Januar, unterzeichneten die Exponenten von zehn Kirchen des Kantons St. Gallen und beider Appenzell die Charta Oecumenica. Für die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) unterschrieb die Distriktsvorsteherin Elsi Altorfer das Papier.

Den Festgottesdienst, in dessen Verlauf die Charta Oecumenica unterzeichnet wurde, gestalteten Vertreter aus den drei Landeskirchen, der EMK, der Heilsarmee und der Baptisten sowie aus den Orthodoxen Kirchen. Beim Einzug der Kirchenleiter wurde eine orthodoxe Ikone in die Bischofskirche von St. Gallen getragen und die verschiedenen liturgischen Gewänder bezeugten die Vielfalt in der Einheit. Mit einem gemeinsamen „Unser Vater“ und dem Entzünden einer Kerze bekräftigten auch die Teilnehmenden im Gottesdienst ihre Unterstützung der Charta.

Die Charta Oecumenica enthält zwölf Verpflichtungen, denen ein Wort des Apostels Paulus an die Epheser vorangestellt ist, das für alle Kirchen gilt: „Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist.“ Mit ihrer Unterschrift sagten die Kirchenvertreter aus den drei Ostschweizer Kantonen Ja zu den zwölf Verpflichtungen, die in der Charta festgeschrieben sind: Sie bezeugen den Glauben an die eine heilige katholische und apostolische Kirche, den Weg zu sichtbaren Einheit der Kirchen in Europa und die gemeinsame Verantwortung in Europa für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Neben der Ökumene gibt das Papier auch Orientierung im interreligiösen Dialog. Sie bedeutet eine Selbstverpflichtung der unterzeichnenden Kirchen und Organisationen.

Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) mit Sitz in St. Gallen haben mit der Charta Oecumenica ein gemeinsames Dokument erarbeitet, das Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit der Kirchen in Europa vorgibt. Erstmals wurde die Charta 2001 an der Europäischen Begegnung in Strassburg (F) von den Präsidenten der KEK und CCEE unterzeichnet. Seither wurde die Charta von verschiedenen Kirchen unterschrieben. Zur Unterzeichnung in St. Gallen hatte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) der Kantone St. Gallen und beider Appenzell den Anstoss gegeben.


Quelle: Barbara Streit-Stettler, Medienmitteilungen des Bistums St. Gallen und der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen

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