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EMKNI - 16.07.2008   Zurück zur Übersicht

Weltweit: Kirchen in Simbabwe gemeinsam gegen Mugabe

Die christlichen Kirchen in Simbabwe haben erstmals gemeinsam die jüngste Präsidentenwahl als manipuliert verurteilt und das gewalttätige Vorgehen der von Staatschef Robert Mugabe geführten Zanu-PF-Partei kritisiert. Die Stichwahl von Ende Juni, nach der sich Mugabe zum Sieger erklärt hatte, spiegle nicht den Willen des Volkes wider, heisst es in einer gemeinsamen Erklärung der Kirchen in Simbabwe vom Dienstag.

Die Kirchenführer beklagen die politische Gewalt im Land, die von Vertreibung und Folter bis Mord reiche und die Bevölkerung traumatisiert habe. Das Land brauche nun eine Regierung der nationalen Einheit und einen «Geist der Vergebung», heisst es weiter. Die christlichen Kirchen, denen schätzungsweise die Hälfte der zimbabwischen Bevölkerung angehört, könnten zu dem Versöhnungsprozess beitragen.

Zu den Unterzeichnern der gemeinsamen Erklärung gehören die drei wichtigsten Kirchenverbände des Landes, die Evangelische Allianz von Simbabwe (EFZ), die Katholische Bischofskonferenz von Simbabwe (CZBC) und der Kirchenrat von Simbabwe (ZCC).

Von den rund 15,5 Millionen Einwohnern Simbabwes sind zwischen 40 und 50 Prozent Christen (Protestanten, einschliesslich Adventisten, Anglikaner und Methodisten; römische Katholiken sowie unabhängige afrikanische Kirchen). Die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) in Simbabwe zählt 91 ordinierte Pfarrer und 123 Gemeindeleitende. Sie umfasst rund 109 000 Mitglieder und Freunde. Neben einem Kinderheim für Aids-Waisen und einer Schule für Krankenpflege betreibt sie insgesamt 3 Spitäler: Nyadiri, nordöstlich von Harare, Old Mutare und Mutambara, südlich von Mutare mit 200 bzw. 100 Betten. Von Mutambara aus werden z.B. wiederum rund 24 Dorfkliniken versorgt. Connexio, das Netzwerk für Mission und Diakonie der EMK Schweiz, leistet Gehaltsbeiträge an die einheimischen Ärzte von zwei Spitälern.


Quelle: Quelle: RNA / apd / Connexio

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