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EMKNI - 06.06.2008   Zurück zur Übersicht

Schweiz: EMK verkauft die Liegenschaft in Berg-Kehlhof

Im August 2007 beschloss ein grosser Teil der Mitglieder der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Berg-Kehlhof TG, sich von der Mutterkirche zu trennen und eine unabhängige Gemeinde zu gründen. Nun haben sich die EMK und die neu gegründete Evangelische Gemeinde Kehlhof (EGK) über den Verkauf der Liegenschaft der EMK in Berg-Kehlhof geeinigt.

Nach der Gründung der EGK entschied die EMK, ihre Liegenschaft in Berg-Kehlhof der neuen Gemeinde bis Mitte 2008 zu einem symbolischen Mietzins zur Nutzung zu überlassen. Nun konnte eine längerfristige Lösung gefunden werden. Die EMK verkauft die Liegenschaft, die aus einer Kapelle, einem Mehrzweckgebäude und einem Pfarrhaus besteht, an die EGK. Gleichzeitig signalisierte die EMK die Bereitschaft, die EGK bei der Finanzierung der Liegenschaft zu unterstützen. Sowohl die EGK als auch die EMK blicken befriedigt auf die Verhandlungen zurück. Trotz unterschiedlicher theologischer Auffassungen habe man nun betreffend der Liegenschaft Berg-Kehlhof eine einvernehmliche Lösung finden können. Es habe sich gelohnt, sich bei den Verhandlungen Zeit zu lassen und nichts zu überstürzen. Die Eigentumsübertragung erfolgte rückwirkend auf den 1. Juni 2008.
Mitte März 2008 haben die wenigen in der EMK verbliebenen Mitglieder zudem beschlossen, ihren kirchlichen Dienst im Kehlhof zu beenden. Nach der Gründung der EGK führte die EMK vorerst weiterhin Gottesdienste im Kehlhof durch – neu am Samstagabend. Die Vision war, vor allem eine Gemeinde für Menschen zu sein, deren Biographie Brüche und Narben aufwies, und die in traditionellen Gemeinden oft keinen Platz fanden. Nach einem Mut machenden Anfang zeigte sich aber mit der Zeit, dass die Kräfte dazu nicht ausreichen.
Weiterhin ihre Berufung leben will die EMK hingegen in Klingenberg, ebenso werden Gottesdienste wie bisher auch im Alters- und Pflegeheim Abendfrieden in Kreuzlingen gehalten. Damit diese Aufgaben wahrgenommen werden können, wird Pfarrerin Brigitte Moser im August 2008 ihren Dienst im Bezirk aufnehmen. Die Bezirksversammlung der EMK vom 30. April 2008 hat für ihren Bezirk den neuen Namen Klingenberg–Kreuzlingen gewählt.


Quelle: Elsi Altorfer, Vorsteherin EMK-Distrikt Nordostschweiz; Daniel Burkhalter, Leiter der EMK-Zentralverwaltung

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