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EMKNI - 13.06.2008   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Evangelische Allianz wählt neuen Präsidenten

Wilf Gasser ist neuer SEA PräsidentDer Berner Grossrat, Psychiater und Kirchenleiter Willfried Gasser wurde von der Delegiertenversammlung in Aarau zum neuen Präsidenten der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) gewählt. Er wird Nachfolger von Thomas Bucher.

Der 51-jährige Wilfried Gasser stammt aus dem Kanton Schaffhausen, wohnt sei 1979 in Bern, wo er heute für die EVP im Grossrat sitzt und selbständig als Ehe-, Familien- und Sexualtherapeut wirkt. Der Arzt und Psychiater war bis 2007 Co-Pastor der Vineyard Bern, einer evangelischen Gemeinschaftsbewegung. Gasser gilt als integrierende und vermittelnde Persönlichkeit mit starkem Interesse an gesellschaftlichen, politischen und sozialen Fragen. So ist er Stiftungsrat der GEWA (Stiftung für berufliche Integration) sowie Mitgründer und Präsident des Männerforums, einer landesweiten christlichen Männerbewegung. Mit seiner Frau Christa, den drei erwachsenen Kindern und Freunden lebt „Wilf“ Gasser, wie er von allen Bekannten genannt wird, in einer Lebensgemeinschaft. Bereits seit sechs Jahren arbeitet er im Zentralvorstand der Evangelischen Allianz in der Deutschschweiz mit, dessen Präsidium er nun übernimmt. Gleichzeitig wird Gasser Co-Präsident des nationalen Verbandes der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA).

Was reizt Willfried Gasser an dieser Aufgabe in der SEA? Die Vernetzung von Christinnen und Christen, darunter insbesondere von Fachleuten, sei seit vielen Jahren sein grosses Anliegen. Er möchte die Zusammenarbeit unter Kirchen und Organisationen fördern und Christen zu einem vermehrten und konstruktiven Engagement in den heissen Fragen der Gesellschaft ermutigen. Handlungsbedarf und einen persönlichen Schwerpunkt sieht Gasser bei den Familien. „Ich sehe eine grosse Diskrepanz zwischen dem weit verbreiteten Wunsch nach dauerhaften, guten Beziehungen in Ehe und Familie, und andererseits der Realität vieler zerbrechender Beziehungen“ sagt der Therapeut, der selber in einer neunköpfigen Familie aufgewachsen ist. Hier gelte es mit den verschiedensten Angeboten von Erwachsenenbildung und praktischer Hilfe anzusetzen. Dass die Familie auch politisch gestärkt werden muss, steht für Wilf Gasser ausser Frage. Den bisherigen Kurs der SEA will Gasser fortsetzen. Insbesondere, dass sich die Evangelische Allianz noch stärker für mehr Gerechtigkeit auf der Welt einsetzt, wie beispielsweise für die Armen und damit für die Erhöhungen der staatlichen Entwicklungshilfe. Generell möchte Gasser, dass die SEA mit der Gesellschaft vermehrt in einen öffentlichen Dialog tritt, denn „wenn die Menschen das Evangelium von Jesus Christus besser kennen würden, wüssten sie um seine Relevanz auch für unser modernes Leben in der Schweiz“, ist Wilf Gasser überzeugt. Zudem sieht der neue Präsident die guten Ordnungen Gottes nach wie vor als hilfreich für das Zusammenleben der Menschen in der Gesellschaft.

Die SEA ist eine Bewegung von Christinnen und Christen aus reformierten Landeskirchen, evangelischen Freikirchen und christlichen Organisationen. Sie besteht gesamtschweizerisch aus 77 lokalen Sektionen mit rund 550 Gemeinden und 150 christlichen Organisationen. Die Evangelisch-methodistische Kirche in der Schweiz (EMK) ist eng mit der Schweizerischen Evangelischen Allianz verbunden und engagiert sich vor allem in den lokalen Sektionen.


Quelle: SEA Fritz Herrli

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