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EMKNI - 28.06.2008   Zurück zur Übersicht

Weltweit: Situation in Algerien bedrückend

An der Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) erinnerten die Verantwortlichen von Connexio, des EMK-Netzwerks für Mission und Diakonie, an ihre primären Ziele. In einem bewegenden Bericht legte Distriktsvorsteher Daniel Nussbaumer die Situation der EMK in Algerien dar.

Connexio, das Netzwerk für Mission und Diakonie der EMK Schweiz- Frankreich, arbeitet mit drei Schwerpunkten. Daran erinnerten Geschäftsführer Andreas Stämpfli und Co-Präsidentin der Kommission, Christine Schneider-Oesch an der Jährlichen Konferenz Schweiz-Frankreich auf St. Chrischona bei Basel. Erstens will Connexio Partnerschaften entwickeln. In diesem Zusammenhang gab EMK-Pfarrer Walter Wilhelm seine Eindrücke von der Connexio-Begegnungsreise nach Bolivien weiter, die in diesem Frühjahr stattfand. Es entstanden Beziehungen, die mehr auslösen und länger anhalten als Berichte über oder Bilder von Notsituationen.

Zweitens fördert Connexio das Bewusstsein für weltweite Zusammenhänge. Mit verschiedenen Kampagnen sollen die EMK-Gemeinden jeweils zur Auseinandersetzung mit einem sozialpolitischen Thema angeregt werden. Seit einem Jahr geht es um Wasser als eine bedrohte Lebensgrundlage.

Drittens unterstützt Connexio in allen Kontinenten Kirchen und Gemeinden ("Empowerment"). Connexio will vermehrt Projekte in den EMK-Gemeinden in der Schweiz und Frankreich fördern. Zu diesem Zweck wird ein Wettbewerb lanciert, bei dem Gemeinden 3000 Franken für ein Projekt gewinnen können, das eine Wirkung bei der Bevölkerung in der Umgebung erzielt.

Bedrückendes berichtete Distriktsvorsteher Daniel Nussbaumer über die Entwicklungen in Algerien. Verweigerung des Visums für ausländische Mitarbeiter, Hetzkampagnen in Zeitungen, ein Versammlungsverbot für die christlichen Gemeinden in der Kabylei bis eine schrifltiche Bewilligung der Regierung vorliegt, oder Anklagen gegen Christen wegen Abwerbung zum Christentum prägen die derzeitige Situation. Spannungen innerhalb der Vereinigung protestantischer Kirchen belasten die Arbeit zusätzlich.

In dieses schwierige Umfeld wird Hocine Kaci Amer mit seiner Familie ziehen, nachdem er nun ein Praktikumsjahr in St.Imier absolviert hat. Auch Sr. Vroni Hofer vom Diakonat Bethesda Basel wird im Sommer wieder nach Algier reisen, um die Gemeinde einige Wochen zu unterstützen. Ob das Visum für Pfr. Roger Correvon, der sich gut in Algier eingelebt hat und dessen Arbeit sehr geschätzt wird, erneuert wird, ist ungegewiss.

Die Delegierten der Jährlichen Konferenz waren durch den Bericht sehr bewegt und beteten für die Mitarbeitenden und alle Menschen in diesem Land.


Quelle: Urs Rickenbacher

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