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EMKNI - 11.03.2008   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Letzter Gottesdienst in Rinderwald

Die EMK-Kapelle in Rinderwald wird verkauft.Am 2. März 2008 verabschiedete sich die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) Frutigen-Adelboden von ihrer Kapelle in Rinderwald, die nun verkauft werden soll. Vor allem für die älteren Gottesdienstteilnehmerinnen und –teilnehmer war diese letzte Predigt von Pfarrer Paul Pieren ein wehmütiger Moment. Der pensionierte EMK-Pfarrer aus Achseten erinnerte die Besuchenden aber daran, dass der Segen Gottes nicht an Orte und Gebäude gebunden sei.

Mit dem Abschiedsgottesdienst in Rinderwald, über die die Lokalzeitung „Frutigländer“ ausführlich berichtete, ging eine mehr als 130-jährige Ära zu Ende. An seiner letztjährigen Jahresversammlung hatte sich der EMK-Bezirk Frutigen-Adelboden schweren Herzens entschlossen, sich auf die Predigtorte in Achseten, Adelboden sowie Frutigen zu konzentrieren und die beiden Kapellen Faltschen und Rinderwald zu verkaufen. Aus dem Verkaufserlös soll die Kapelle beim Stein in Achseten renoviert und ausgebaut werden. Laut Daniel Etter, EMK-Pfarrer in Adelboden, sind Kaufinteressierte für Rinderwald vorhanden.

Bereits 1870/71 wurde in Rinderwald eine erste Kapelle der damaligen Evangelischen Gemeinschaft errichtet. Da sich damals die nächstgelegene Reformierte Kirche in Frutigen befand, nahmen an den EMK-Gottesdiensten oft auch die Glieder der Landeskirche aus den Weilern der Umgebung teil. Diese schätzten es, dass sich die EMK-Pfarrer aktiv um sie kümmerten, während sich die reformierten Geistlichen aus Frutigen in dieser abgelegenen Gegend wenig blicken liessen. 1938 bauten sowohl die Landeskirche als auch die EMK Gotteshäuser in Achseten. Da zudem heute auch der Weg zur Kirche häufig mit dem Auto zurückgelegt wird, haben die abgelegenen Gottesdienstorte an Bedeutung verloren.


Quelle: Barbara Streit-Stettler

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