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EMKNI - 15.03.2008   Zurück zur Übersicht

Schweiz/Europa: Die Herausforderungen an die methodistischen Kirchen in Europa wachsen

Reverend Dr, Marty Atkins, Präsident der britischen Methodistenkirche ist glücklich über die gute Verbindung zur Eangelisch-methodistischen KircheAn der Exekutive der Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa (ZK MSE) wird der Begegnung und Information innerhalb und ausserhalb der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) ein grosses Gewicht eingeräumt. So wurde am Freitagabend bei einem öffentlichen Anlass alle Jährlichen Konferenzen vorgestellt, welche zur ZK MSE gehören: Österreich, Polen, Tschechische und Slowakische Republik, Ungarn, Serbien und Makedonien, Bulgarien, Frankreich und Schweiz. Alle Konferenzen stellten ihre Bemühungen vor, wie sie den Evangelisationsauftrag wahrnehmen. Auffallend ist, dass alle Länder die Mission typisch methodistisch mit der Diakonie verknüpfen und damit erfolgreich sind.

Im weiteren Verlauf der Konferenz informierte Superintendent Istvan Csernak aus Ungarn am Samstagmorgen über die Sonnen- und Schattenseiten der 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung in Sibiu. Superintendent Robert Zachar gab einen vertieften Einblick in die EMK in der Slowakei. Dabei betonte er, dass nicht die fehlenden Finanzen oder die Strukturen und Ordnungen ihre grossen Fragen darstellen, sondern wie die Menschen mit dem Evangelium von Jesus Christus erreicht werden können.

Reverend Dr. Martyn Atkins, Präsident der britischen Methodistenkirche überbrachte herzliche Grüsse aus dem Mutterland des Methodismus. Er überreichte Bischof Patrick Streiff ein Glas-Logo der britischen Methodistenkirche und schildert aus der Tätigkeit der Kirche in England. Es gibt in England ca. 11'000 Kirchen und 2'500 Pastorinnen oder Pastoren und eine wachsende Anzahl Diakoninnen und Diakone (400), dazu kommen etwa 30'000 Laienpredigerinnen und Laienprediger. Die britische Methodistenkirche hat in den vergangenen 5 bis 8 Jahren viel in die Laienarbeit und die Evangelisation in investiert. Dies ist insbesondere deshalb wichtig, da in den kommenden Jahren ca. 40% der Pfarrpersonen in den Ruhestand gehen werden. Die britische Methodistenkirche ist ganz besonders herausgefordert, das Kirchesein für das 21. Jahrhundert zu definieren. Colin Ride, der Europa-Sekretär des World Church Office der Britischen Methodistenkirche wies auf die zahlreichen Verknüpfungen zwischen der EMK und der Britischen Methodistenkirche hin. Er wies ebenfalls auf das weltweit verbreitete Gebetshandbuch hin, indem auch die EMK in den verschiedenen europäischen Ländern aufgenommen sind.

Bischof i.R. Heinrich Bolleter gab einen Einblick in die Arbeit des World Methodist Council und in die Gespräche mit dem Ökumenischen Weltrat (ÖRK). Die methodistischen Kirchen haben sich immer wieder für den Dialog unter den Kirchen eingesetzt. Er weist darauf hin, dass aktuell nur ca. 25% der Christen im ÖRK vertreten sind. Es fehlen die Katholiken (ca. 50%) und Evangelikale und Charismatische Kirchen (ca. 25%). Für 2013 wird eine ök. Weltversammlung in einem neuen Format stattfinden.

Die Exekutive der Zentralkonferenz in Schaffhausen schloss mit einem eindrücklichen Gottesdienst mit Abendmahlsfeier.


Quelle: Markus Bach, Exekutiv-Berichterstatter ZK MSE

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