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EMKNI - 20.03.2008   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Begehbares Labyrinth in der Karwoche

Kretisches Labyrinth, das den Pilgerweg nach Jerusalem symbolisiertDie Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) in Glarus räumte in der Karwoche ihre Kapelle und belegte den Boden mit einem begehbaren Labyrinth. Von Montag, 17. März 2008, bis Gründonnerstag war das Labyrinth für alle Interessierten zugänglich, die „sich auf den Weg machen“ wollten.

Das unverzweigte Labyrinth habe eine lange, auch christliche Tradition, berichtet die Glarner EMK-Pfarrerin Esther Baier. Es symbolisiere den Pilgerweg nach Jerusalem: „Wenn man sich schon nahe am Ziel wähnt, macht der Weg ein abrupte Kehrtwende und man geht weiter, ohne das Ziel direkt vor sich zu sehen.“ Ein Bild auch für manche Abschnitte der heutigen Lebenswege, findet Baier. Das kretische Labyrinth, das in der Kirche Glarus nachgebildet wurde, sei kein Irrgarten, da es keine Verzweigungen aufweise. „Wer sich entschliesst weiterzugehen, wird daher auf jeden Fall ankommen.“ Eine Erfahrung, so Baier, die auch im Glauben an Christus gemacht werden könne. Gott sei in Christus mit den Menschen unterwegs - auch und gerade im Leiden. „Der Weg führt zu Ziel – der Mensch muss nur den Mut haben, sich für den nächsten Schritt zu entscheiden und ihn zu wagen“. Das Labyrinth in Glarus war so ausgerichtet, dass am Ziel der Blick der Besuchenden auf das Kreuz der Kapelle fiel.

43 Menschen begingen bis Donnerstag das Labyrinth in der Glarner EMK-Kapelle. Das sei viel für das ländliche Glarus, der Aufwand habe sich gelohnt, sagt Baier. Die Hälfte der Besucherinnen und Besucher sei ein breitgefächertes Publikum von Aussenstehenden gewesen. Vor der Begehung gab es jeweils eine kurze Einführung über die Bedeutung von Labyrinthen, nachher seien Erfahrungen ausgetauscht worden.

Gründonnerstag bis Ostern bietet die EMK Glarus zudem zusammen mit der Evangelisch-reformierten Landeskirche einen Stationenweg durch Glarus an. Die „Stationen auf Ostern zu“ stehen zwar in einem Zusammenhang, können aber auch einzeln besucht werden. Am Karfreitag findet um 15.00 Uhr in der EMK-Kapelle „eine Andacht zur Todesstunde“, an Ostern ein morgendlicher Festgottesdienst mit anschliessendem Osterzmorge statt.


Quelle: Esther Baier / Barbara Streit-Stettler

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