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EMKNI - 28.03.2008   Zurück zur Übersicht

Schweiz: 90 Betten mehr für die Backpackers Villa

Spatenstich zum Erweiterungsbau der Die „Backpackers Villa“ in Interlaken will ihre Kapazität mit einem Erweiterungsbau von 90 auf 180 Betten verdoppeln. Bis im April 2009 soll das Ausbauprojekt des selbständigen Werks der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) verwirklicht sein. Der Spatenstich fand diese Woche statt. Nachdem es aufgrund von Einsprachen bei der Vorbereitung des Projekts zu Verzögerungen kam, soll nun die Durchführung umso zügiger vorangehen (s. auch EMK-News vom 25. September 2007). Die Finanzierung der Kosten von 4,6 Millionen Franken ist gewährleistet. Die Betreiber der Backpackers Villa werden eine Viertelmillion für die Einrichtung beisteuern und der Verein Zentrum Artos, dem das Gebäude des Jugendhotels gehört, wird den Rest der Kosten übernehmen.

Heute ist die Villa mit rund 22'000 Logiernächten jährlich zu über 75 Prozent ausgelastet und platzt damit vor allem in den Sommermonaten aus allen Nähten. Das Wachstum der Schweizer Hotellerie werde in den kommenden Jahren vor allem auch im günstigen Segment stattfinden, sagte der Leiter der Villa, David Bühler, anlässlich des Spatenstichs für den Neubau. Eine vom Interlakner Tourismus veröffentlichte Studie zeige, dass man sich mit der Backpackers Villa in einem Wachstumsmarkt befinde.
Im dreigeschossigen Neubau, einer Holzkonstruktion, werden 26 Gästezimmer angelegt. In den Sechser-, Vierer- und Zweierzimmern sind gut 90 Betten vorgesehen. Weiter sollen eine neue Rezeption, Gruppenräume, ein Bistro sowie Studios fürs Personal und eine Attikawohnung entstehen. Zum Erweiterungsbau, der im „Minergie-Standard“ geplant ist, gehören kontrollierte Raumbelüftung mit Wärmerückgewinnung und solare Warmwasseraufbereitung. Damit soll auch «ein klares Zeichen für einen nachhaltigen Tourismus» gesetzt werden, unterstreicht Bühler. Mit dem Neubau werden laut dem Leiter der Backpackers Villa vier bis fünf neue Stellen geschaffen.

Die Backpackers Villa wurde im Mai 1998 eröffnet. Damals startete der Verein Backpackers Villa Sonnenhof einen Herbergsbetrieb für junge Reisende aus aller Welt, die sich etwas mehr gönnen wollen. In den letzten Jahren steigerte sich die Beliebtheit der Backpackers Villa kontinuierlich. Die bisherige Philosophie soll auch nach dem Umbau weitergeführt werden. «Wir wollen die 'Villa' unter den Herbergen bleiben», so Bühler. Das bedeute, weiterhin eine hohe Qualität auf einem tiefen Preisniveau zu garantieren. Die neuen Zimmer, die mit Dusche und WC ausgestattet sind, sollen mit Preisen zwischen 37 und 65 Franken durchaus erschwinglich bleiben. In diesen Preisen seien neben Übernachtung und Frühstück auch die Bettwäsche, freie Benützung der Selbstkocherküche sowie verschiedene Gratisleistungen wie Internetzugang, Eintritt ins Hallen- und Freibad Bödeli, Minigolf, Ortsbus und Parkplatz enthalten. Die Herberge wird vorwiegend von jungen Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren, aber auch immer mehr von Familien genutzt.


Quelle: David Bühler / Barbara Streit-Stettler

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