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EMKNI - 29.03.2008   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Spatenstich für neue Kapelle in Kloten

Bei winterlichem Schneegestöber fand am 25. März 2008 der Spatenstich für eine neue Kapelle der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Kloten statt. Das Projekt für 4,8 Mio. Franken ist das grösste Bauvorhaben der EMK Schweiz seit mindestens 10 Jahren. Im neuen Gebäude sind nebst den Kirchenräumen im Erdgeschoss acht 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen geplant.

„Wir wollen ein Haus bauen, das nachhaltig Raum schafft, um zu wohnen, zu feiern, zu diskutieren – um zu leben!“, sagte der Architekt Markus Kägi anlässlich des Spatenstichs. Das Mitglied des Bau- und Verwaltungsausschusses der EMK Schweiz begleitet das Projekt im Namen der Gesamtkirche. Die EMK Schweiz tritt in Kloten nicht nur als Investorin beim Wohnanteil auf, sondern unterstützt den Bezirk zusätzlich bei der Finanzierung seines Projektanteils. Verschiedene Gremien der Gesamtkirche, so Kägi, hätten sich anhand der Klotener Kapelle überlegt, wie die Landreserven der Gemeinden in Zukunft optimal genutzt werden sollen. Dass die EMK in Kloten nicht nur in kirchliche Räume, sondern zusätzlich in qualitativ hochstehenden Wohnungsbau investiere, sei etwas Neues. Damit sollen die Gemeinden „im Verständnis bestärkt werden“, sich an ihrem Standort als Teil der Gesamtgesellschaft zu sehen, unterstrich Kägi.

Die Präsidentin des Kirchenvorstandes der EMK Schweiz, Carla Holmes, betonte den engen Zusammenhang zwischen dem Bauprojekt und einem „Neuanfang“ für den EMK-Bezirk Kloten-Glattbrugg. Der Kirchenvorstand sei zuversichtlich, dass sowohl dem Neubau und als auch der Zukunft des Bezirks Erfolg beschieden sei. Andrea Roffler, Kassierin des Begleitgremiums des Projekts, erinnerte die Anwesenden an die langwierige Vorbereitungsphase des Vorhabens. Während der acht Jahre habe sich Gott jedoch immer wieder dazugestellt, indem er nach und nach scheinbar unüberwindbare Hindernisse aus dem Weg geräumt habe.

In den drei Wochen vor dem Spatenstich war die alte Kapelle abgerissen worden, deren Bausubstanz keine Sanierung mehr zuliess. Dabei war auch der Grundstein des 75-jährigen Gebäudes ausgegraben worden. Eine darin eingegossene Kassette hatte eine Bibel, ein Gesangbuch, die Geschichte über die EMK Oerlikon sowie Baupläne und –abrechnungen enthalten. Leider habe man aus diesen Unterlagen wenig darüber erfahren, was die Menschen damals persönlich bewegt habe, berichtet der heutige Klotener EMK-Pfarrer Max Huber. Für die Kassette im Grundstein der neuen Kapelle möchte Huber deshalb auch die persönlichen Wünsche und Erwartungen der derzeitigen Gemeindeglieder anlässlich des Kapellenneubaus sammeln. Im Gottesdienst vom kommenden Sonntag wird Huber unter dem Titel „Gott ist der grösste Anfänger“ das Thema aufnehmen.

Weitere Infos zum Bauprojekt in Kloten s. EMK-News vom 7. August 2007 bzw. vom 31. Dezember 2007.


Quelle: Barbara Streit-Stettler

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