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EMKNI - 06.05.2008   Zurück zur Übersicht

Weltweit: Generalkonferenz der EMK beendet

Präsident des Bischofsrates Gregory PalmerMit einer kurzen Predigt des neuen Präsidenten des Bischofsrates, Bischof Gregory Palmer, ging am 2. Mai kurz vor Mitternacht (Ortszeit) die weltweite Generalkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Fort Worth (USA) zu Ende. „Gottes Segen reicht für alle! Lasst uns wegkommen von der Angst, dass nicht genug da ist“, rief er den Delegierten zu. „Vertraut, dass alle genug haben!“ Dies führe zur Erfahrung, dass mehr als genug da ist, zur Fülle, um auszusäen und selbst zur Saat der Hoffnung zu werden. Die Delegierten beschlossen am letzten Tag das Budget für die weltweiten Gremien der Kirche, die in den nächsten vier Jahre ihre Arbeit mit den folgenden Schwerpunkten tun werden: Leitungspersonen ausbilden, neue Gemeinden gründen, Armut bekämpfen, vor allem unter Kindern und Malaria, HIV/Aids und Tuberkulose bekämpfen.

Die beiden Delegierten aus der EMK Schweiz-Frankreich, Marc Nussbaumer und Stefan Ilg, schilderten den „EMK-News“ ihre Eindrücke zur Generalkonferenz bei ihrer Heimkehr. Dazu gehören begeisternde Erlebnisse wie die Auftritte der zahlreichen Chören in den Gottesdiensten, das sorgfältige aufeinander Hören in den vorberatenden Kommissionen (legislative commitees), die unermüdliche Hilfsbereitschaft der freiwilligen Helferinnen und Helfer sowie die Begegnung mit Menschen aus aller Welt. Hingegen hätten in den Plenumssitzungen die komplizierten parlamentarischen Abläufe „auf ungeübte Personen zeitaufwändig und verwirrend“ gewirkt. Im Konferenz-Alltag seien sie deshalb einem Wechselbad der Gefühle von „Freude im Lobpreis bis zu tiefer Traurigkeit über Abstimmungsentscheide“ ausgesetzt gewesen.

Bewegt sind Marc Nussbaumer und Stefan Ilg über den Umgang der Konferenz mit den äusserst unterschiedlichen Haltungen zum Thema Homosexualität. Man habe in den Untergruppen diesbezüglich sehr sorgfältig aufeinander gehört. Dadurch sei es möglich geworden, einen Text über die aktuelle kontroverse Situation innerhalb der EMK zu erarbeiten. Leider habe der Text im Plenum aber keine Mehrheit gefunden. Die Generalkonferenz habe an ihrer bisherigen Position festgehalten, dass Homosexualität nicht mit der christlichen Lehre vereinbar sei und dass darum der ordinierte Dienst lesbischen und schwulen Menschen in der EMK nicht offen stehe. Die Bischöfe hätten aber deutlich gemacht, dass sie auch für diese Menschen da seien und das Gespräch mit ihnen weiter suchen wollten.

Als wegweisend werden von Marc Nussbaumer und Stefan Ilg die Entscheide beurteilt, die bewirken, dass die EMK-Zentralkonferenzen ausserhalb der USA im kirchlichen Gefüge mehr Gewicht erhalten sollen. So werden in Zukunft innerhalb und ausserhalb der USA Regionalkonferenzen statt der bisherigen Zentralkonferenzen entstehen, die gemeinsam die weltweite Kirche bilden. Ein Runder Tisch (Connectional Table), an dem Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedensten Bereichen der Kirche zusammensitzen, habe es zudem ermöglicht, dass „inhaltlich eine gemeinsame Ausrichtung für die weltweite EMK entwickelt wurde“, schreiben Nussbaumer und Ilg. Diese „inhaltliche Ausrichtung des Auftrages“ werde auch die EMK Schweiz-Frankreich weiterhin bewegen.

Mehr zur Generalkonferenz unter www.gc2008.umc.org


Quelle: Marc Nussbaumer, Stefan Ilg, News aus der Website der Generalkonferenz

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