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09.03.2001 Schweiz: Happy birthday, Franz Schäfer
Am 10. März 2001 feiert Bischof Franz W. Schäfer seinen 80. Geburtstag.
Ein Geburtstagsgruß von Bischof Heinrich Bolleter:
Lieber Bischof Schäfer
Wer auf 80 Lebensjahre zurückblicken kann, und davon mehr als ein Viertel
im aktiven Dienst als Bischof von Mittel- und Südeuropa, der lebt mit
einem großen Reichtum an Erinnerungen. Ich erlaube mir, für diesen
Geburtstagsgruß kurze Erinnerungen an den Themen deiner
Bischofsbotschaften fest zu machen:
Bern 1969: "Die Kirche lebt"!
Die Zentralkonferenz in Bern stand unter dem Zeichen der Vereinigung der
Evangelischen Gemeinschaft und der Methodistenkirche. Die Schweißnähte
am neuen Strukturgerüst der Kirche waren noch heiß. Die Arbeitenden
blickten auf und freuten sich, dass in der Struktur Leben ist.
Schaffhausen 1973: "Es ist in keinem ändern Heil"
Wenn die Kirche die Botschaft von Jesus Christus glaubt, verkündigt und
lebt, dann hat sie eine Zukunft. Mit dieser Perspektive hattest du die
Wiederwahl als Bischof auf Lebenszeit angenommen.
Zofingen 1977: "Hingabe an Christus' Ruf zur Veränderung"
Mit diesem Slogan war die Connexio mit der weltweiten Kirche
angesprochen. Dieses Wort war auch Thema der Generalkonferenz von 1976.
Trotz allen Begrenzungen, welche der Kirche damals in West und Ost zu
schaffen machten, sprachst du mutig von ganzheitlicher Evangelisation.
Niederuzwil 1981: "Vom längeren Atem der Hoffnung"
Das war die Botschaft der Kirche für die Menschen in den
80er-Jahren. Damals wurde dem weltlichen Fortschrittsglauben die Spitze
gebrochen.
Zürich 1985: "Glaubwürdigkeit"
Viele waren dabei, als ein Jahr zuvor das Jubiläum "200
Jahre Evangelisch-methodistische Kirche" gefeiert wurde.
Rückbesinnung auf die eigene Identität ist wichtig. "Sind wir
aber heute glaubwürdige Zeugen des Evangeliums?" Das war deine
Frage.
Baden 1989: "Laufet mit Ausdauer in dem Wettkampf, der vor uns
liegt"
Mit diesen Worten hattest du den Stafettenstab im Bischofsamt
weitergegeben. Und der, der den Stafettenstab übernahm, wurde mit einem
sich rapide verändernden Europa konfrontiert.
Wir freuen uns, dass du heute aufmerksam den Pulsschlag im Leben der
Kirche weiter verfolgst. Wir danken für dein Mit-uns-Sein und wünschen
dir, mit allen Lesern von Kirche+Welt (und EMKNI), Kraft und Gesundheit
für den Weg ins neue Jahrzehnt.
Für das Kabinett: Bischof Heinrich Bolleter
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Quelle: Kirche+Welt
09.03.2001 Schweiz: ÖRK-Generalsekretär besucht
Bangladesch und Sri Lanka
Die
Situation von christlichen Minderheiten, interreligiöser Dialog,
Überwindung von Gewalt sowie Folgen der Globalisierung wie Klimawandel
und Schuldenerlass werden Themen sein, die den Generalsekretär des "Ökumenischen
Rates der Kirchen" (ÖRK), Dr. Konrad Raiser, auf seiner Reise
durch die Volksrepublik Bangladesch und Sri Lanka vom 10. bis 18. März
begleiten werden. Erster Stopp seiner Asienreise ist Bangladesch
(10.-14.3.) wo Raiser unter anderem mit Vertretern und Vertreterinnen des
Nationalen Kirchenrates von Bangladesch (NCC) und ÖRK-Mitgliedskirchen
zusammentreffen wird.
Geplant ist außerdem eine Unterredung mit Präsident Justice Shahabudin
Ahmed sowie Gespräche mit Vertretern der römisch-katholischen Kirche und
muslimischen Führern. Raiser wird auch Gazipur besuchen und Gespräche
mit den dort lebenden Ureinwohnern führen.
Dem ÖRK gehören zwei Kirchen in Bangladesch an: die Baptistenkirche von
Bangladesch (Bangladesh Baptist Sangha) mit rund 33.000 Mitgliedern und
als angeschlossene Mitgliedskirche die Kirche von Bangladesch mit rund
14.000 Mitgliedern. Neben diesen beiden Kirchen gehören dem Nationalen
Kirchenrat von Bangladesch noch die Bogra-Chrisio-Kirche an, die
Presbyterianische Kirche von Bangladesch, die Kirche Gottes und die
Evangelisch-Baptistische Gemeinschaft von Bangladesch. Der Anteil der
Christen macht 0,3 Prozent der 125 Millionen-Bevölkerung aus, 88,3
Prozent sind muslimisch.
Begegnungen mit Vertretern und Vertreterinnen des nationalen Christenrates
stehen ebenfalls auf dem Programm in Sri Lanka (14.-18.3.). Daneben wird
Raiser mit der Führung der buddhistischen Gemeinschaft in Sri Lanka
zusammentreffen und in diesem Gespräch an einen Dialog anknüpfen, den
der nationale Kirchenrat erst kürzlich mit konservativen buddhistischen
Gruppen aufgenommen hat. Gesprächsinhalt könnten unter anderem
wiederholte Klagen von buddhistischer Seite über christliche
Evangelisationsbemühungen sein.
Auf dem Programm ist zudem ein Gespräch mit dem Premierminister von Sri
Lanka Ratnasiri Wickremanayake sowie mit anderen Regierungsvertretern
vorgesehen.
Die Kirche von Sri Lanka (KSL) sowie die Methodistische Kirche, Sri Lanka
sind Mitglied im ÖRK ebenso wie der Nationale Christenrat von Sri Lanka,
der als angeschlossener Rat dem ÖRK angehört. Im Nationalen Christenrat
sind neben der KSL und der Methodistischen Kirche auch die Baptisten, die
Heilsarmee, die Reformierte Kirche und die Presbyterianische Kirche
vertreten. 7,5 Prozent der mehrheitlich buddhistischen 18,5 Millionen Personen
umfassenden Bevölkerung sind Christen.
Die Delegationsmitglieder sind: Dr. Konrad Raiser, ÖRK; Dr. Marion Best,
Vereinigte Kirche von Kanada; Mr. Mathews George Chunakara, ÖRK; Mr.
Clement John (in Sri Lanka), ÖRK; Mr. Bernt Jonsson (in Sri Lanka),
Schwedischer Missionsverband.
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Quelle Ökumenischer
Rat der Kirchen
08.03.2001 Schweiz: Eigene Werte und Glaube
ermöglichen kritische Sicht gegenüber Werbung
Ein
hochaktuelles Thema stellte die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK)
Zofingen in den Mittelpunkt ihres sonntäglichen Gottesdienstes. Der als
Bistro-Gottesdienst im Gemeindesaal der EMK durchgeführte Morgen hatte "Katzen
würden Whiskas kaufen" zum Thema.
Kann Werbung in Versuchung führen? Diese Frage wurde durch ein fundiertes
Gespräch mit dem Zofinger Kommunikationsfachmann Siegfried P. Stich im
Gespräch mit EMK-Mitglied Hans Jörg Pfister, Zofingen, angegangen,
nachdem vorher RTL-Werbespots der evangelischen und katholischen Kirchen
sowie die von Jungen aus der EMK-Gemeinde ausgewählten und beurteilten
TV-Spots als Videoaufnahmen gezeigt wurden. Festgehalten wurde, dass
Werbung ihre Aufgabe hat, Pauschalurteile ihr gegenüber unangebracht
seien und jeder Einzelne Eigenverantwortung übernehmen muss bei der
Beeinflussung durch Werbung. David Plüss, Elektroklavier, Komponist und
Arrangeur, sowie Yves Dobler, Basel, Saxofonist und Flötist, umrahmten
beziehungsweise unterstrichen das Thema, das ja die Musik stark in sein
Umfeld mit einbezieht. Das erwähnte einleitende Video von RTL "Gott
den Allmächtigen verstehen wir nicht", das biblische Aussagen
aktuellen Situationen gegenüberstellte, dürfte nach Ansicht von
Siegfried Stich gut sein, vermutlich aber eine kleinere Zielgruppe
erreichen, als man meine, auf keinen Fall bringe es keine Leute zum
Glauben.
Sollten Kirchen Werbung machen? Es sei nicht von der Hand zu weisen, dass
heute neben Produktewerbung auch Gedankengut kirchlicher Prägung
verwendet würde, wobei man sich fragen müsse, ob die Kirchen nicht auch
Werbung machen sollten. Grundsätzlich wisse man aber, dass sich die
Kirche schwer mit Werbung tue, doch würde ihr durchaus ansprechendere
Information in attraktiverer Art in entsprechendem Umfeld sicher etwas
bringen. Pauschalurteile der Werbung gegenüber brächten aber absolut
nichts, verhärteten nur. Das Wort Verführung als Begriff in diesem
Zusammenhang mit Werbung sei ohnehin negativ belastet. Viel wichtiger sei
es - so Stich - sich selbst zu fragen, will ich das, was die Werbung mir
dort empfiehlt, kann ich mir dieses finanziell überhaupt leisten. Viele
Werbespots und Werbung gingen ins Leere, da das finanzielle Segment nicht
stimme. Stich empfahl, bei Spontankäufen eine Denkpause einzuschalten,
Schwerpunkte zu setzen, ein kritischer Konsument zu sein und vor allem zu
reagieren, wenn man sich von der Werbebotschaft verletzt fühle. In diesem
Fall solle man der Firma, die hinter der Werbebotschaft stehe, schreiben
und nicht nur die Faust im Sack machen. Man dürfe nicht einfach der
Werbung die Schuld geben, sondern müsse bereit sein, Eigenverantwortung
zu übernehmen, eigene Werte und persönlichen Glauben als sichere Basis
der Beurteilung der Werbung gegenüber einzusetzen.
Diese Ansicht bestätigte im Prinzip auch der Kommentar der jungen Bea
Haberstich, die stellvertretend die von ihrem jungen Teamkollegium
ausgesuchten verschiedenen TV-Spots kommentierte. Daraus ging hervor, dass
Werbung witzig und lustig sein muss, wobei die Werbebotschaft aber nicht
einfach auf Unterhaltungswert reduziert sein darf, sondern die
Brückenfunktion von anonymer Käuferschaft und Produzent erfüllen
sollte. Dies gelingt längst nicht immer, weshalb die Teenies - so Bea
Haberstich - viele Werbespots langweilig empfanden. Andere erhielten das
Prädikat lustig, was aber nicht gleichbedeutend mit persönlichem Besitz
des in der Werbebotschaft vorgestellten Artikels zu werten sei. So bleibe
der Konsument oft am Umfeld und nicht am Werbeobjekt hängen. EMK-Pfarrer
Philippe Schaerer machte anhand ausgewählter Bibelworte klar, wie diese
als kompakte Aussage gestaltet seien, wie deren direkte Sprache den
Einzelnen umwerbe. Die Bibel macht aufmerksam auf Folgen reinen
Prestigedenkens, egoistischer, materieller Gelüste. Anders die Werbung,
diese baue auf individuellen Wünschen ihre Konzepte auf. Der einzelne
Mensch entscheide aber schließlich, welche Werte er wähle. So dürfe man
nicht der Werbung die Schuld geben. Hier gelte es zwischen wirklich tiefen
menschlichen Wünschen nach Liebe, Harmonie und Gottesfrieden im Gegensatz
zu äußerem Wunschdenken als Spiegel der Werbung die Antwort auf den Sinn
des Lebens zu finden und unter diesem Aspekt die Werbung anzusehen.
Schaerer forderte auf, ehrlich mit sich selbst zu sein.
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Quelle: Zofinger
Tagblatt
08.03.2001 Schweiz: Handbuch "CHristen auf der
Bühne 2001"
Die Ausgabe 2001 des Handbuchs "CHristen auf der Bühne" mit
Porträts verschiedenster Schweizer Künstler vermittelt auf 120 Seiten
einen breiten Überblick über die sehr aktiv gewordene Schweizer Szene
christlichen Kulturschaffens.
In dem von der Künstleragentur PROFILE Productions herausgegebenen
Katalog präsentieren sich über 90 Musiker, Bands, Chöre, Mimen,
Tänzer, Kabarettisten, Dienstleistungen und Agenturen mit Angaben über
Stil, Besetzung, Gagenhöhe, Ausrichtung und Anliegen,
Informationsmaterial und Demo-Tapes sowie mit ihrer Kontaktadressen.
Zusätzlich zu diesen ausführlichen Angaben enthält dass Handbuch auch
praktische Tipps zur Organisation von Anlässen, wie zum Beispiel: Budget,
Kollekte, SUISA-Abgaben, Werbung und Technik.
Das Handbuch "CHristen auf der Bühne 2001" ist zum Preis von CHF
25.- inkl. Porto erhältlich bei: PROFILE Productions, Postfach 413, CH-8805
Richterswil, Fax +41 (01) 784 85 93, E-Mail: profilejd@compuserve.com.
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Quelle: Adventistischer
Pressedienst (APD)
07.03.2001 USA: Methodist
ist Rodeo-Weltmeister
Scott Mitchell hat eine neue Goldene Schnalle an seinem Gürtel und
34'870.43 Dollar in seinem Jeansack. Er ist der Pro-Rodeo Association 2000
Weltmeister im sattellosen Rodeoreiten. Mitchell ist Mitglied der "Lake
Creek United Methodist Church" in der Nähe von Cooper, Texas.
Laut Rückfragen bei seinem Pfarrer Stacey Smith ist er seit etwa fünf
Jahren ein bekennender Christ. Der 36 Jahre alte Cowboy zählt seit seiner
Geburt und Taufe in der "First United Methodist Church"
in Cooper zur Evangelisch-methodistischen Kirche.
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Quelle: North
Texas United Methodist Reporter
07.03.2001 Schweiz: Umstrittene Fristenregelung
Der Zentralvorstand (ZV) des "Evangelischen Frauenbundes der
Schweiz" (EFS) befürwortet laut einer Medienmitteilung vom
Dienstag die von National- und Ständerat vorgeschlagene Fristenregelung.
Danach sollen Frauen innerhalb der ersten 12 Wochen straffrei abtreiben
können.
Der EFS setze sich zwar für eine Welt der Solidarität ein, in der
Abtreibungen nicht mehr nötig seien. "Heute ist die Gesellschaft aber
zu wenig kinder- und familienfreundlich. Frauen können deshalb in
Situationen kommen, in denen sie einen Schwangerschaftsabbruch in Betracht
ziehen müssen." Vor diesem Hintergrund sei die Haltung des ZV zu
verstehen.
Der ZV geht davon aus, dass Frauen nur in einer Notlage ein Kind
abtreiben. Eine Schwangere, die sich für oder gegen ein Kind entscheiden
muss, habe es nie leicht. In jedem Fall müsse sie einen ethisch und
persönlich sehr schwierigen Entscheid fällen, für den der Staat sie
nicht noch rechtlich bestrafen sollte.
Wie internationale Erfahrungen zeigten, verhinderten Strafandrohungen kaum
Abtreibungen. "Sie treiben Frauen aber häufig in die Illegalität und
gefährden so ihre Gesundheit", schreibt der ZV des EFS.
Die EFS-Mitglieder hätten in einer vor fünf Jahren durchgeführten
Umfrage mehrheitlich Ja zu einer Fristenregelung gesagt. Und zwar unter
der Voraussetzung, dass Bund und Kantone die Rahmenbedingungen für Frauen
verbesserten, die sich für ein Kind entscheiden.
Dazu gehörten insbesondere die Möglichkeit einer kostenlosen Beratung
bei einer unabhängigen, leicht zugänglichen Stelle, der Ausbau des
Angebots an familienergänzender Kinderbetreuung wie Kinderkrippen,
Tagesschulen und schließlich die staatlich garantierte Existenzsicherung
für Frauen, die sich für ein Kind entscheiden.
Ganz anders sieht es die "Gesellschaft für den Schutz des
ungeborenen Lebens in der Schweiz" (GLS) Sie bedauert die am
Dienstag vom Ständerat beschlossene Regelung des
Schwangerschaftsabbruchs. Das von der Kleinen Kammer angenommene
Lösungsmodell sei eine Fristenlösung, die den Schutz des ungeborenen
Lebens innerhalb der willkürlich angesetzten Frist von 12 Wochen völlig
aufhebe. "Das in der Bundesverfassung verankerte Recht auf Leben und
die auch dem Ungeborenen garantierte Menschenwürde werden krass verletzt",
schreibt die GLS in einer Medienmitteilung.
"Damit dankt der Rechtsstaat in diesem sensiblen Bereich, wo es um
Leben und Tod geht, ab." Das erklärte Kantonsrätin Marlies
Näf-Hofmann (Arbon TG), Vizepräsidentin der GLS.
Die ärztliche Beratung sei freiwillig und nicht überprüfbar. Sie habe
daher nur Alibifunktion und bringe für den Schutz des ungeborenen Lebens
nichts. Auch wenn die Frau eine Notlage geltend machen müsse, sei das
rechtlich unverbindlich und ebenfalls ohne Bedeutung für den Lebensschutz
Ungeborener.
Die GLS anerkenne, so das Communiqué, "die oft schwierige Lage
betroffener Frauen, weist aber darauf hin, dass das Leben des Ungeborenen
höher zu gewichten ist". Die GLS halte darum an ihrer Absicht fest,
das Referendum zu ergreifen, sollte der Nationalrat in der kommenden Woche
hier keine Kurskorrektur mehr vornehmen.
In der GLS bereiten die "Schweizerische Evangelische Allianz"
(SEA) sowie die Lebensrechtsorganisationen "Helfen statt Töten"
und die Sektion Zürich von "Ja zum Leben" das Referendum gegen
eine wie auch immer ausgestaltete Fristenlösung vor.
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Quelle: Reformierte
Nachrichten (rna)
06.03.2001 Schweiz:
Winterliche Impressionen aus eine christliche Billigreiseunterkunft
Es gibt auch im Winter Rucksacktouristen. Andy Schindler begegnete ihnen
in der Backpackers Villa Sonnenhof (http://www.villa.ch).
Seine Eindrücke in dieser kostengünstigen Herberge in Interlaken kann
man in der am Donnerstag herauskommenden Zeitschrift Kirche+Welt
nachlesen, oder schon heute auf der Homepage http://www.umc-europe.org/kundw/.
Wen beim Lesen des Textes selbst das Fernweh packt, kann durch
ausgewählte Links sein nächstes großes Reiseabenteuer gleich zu planen
beginnen, das ihn oder sie dann bestimmt auch in die "Villa unter
den Herbergen" führen wird.
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Quelle: Kirche+Welt
06.03.2001 Polen: Doch keine Bevormundung von
Minderheitskirchen?
In Warschau wird die polnische Regierung noch einmal über die Bücher
gehen, nachdem sich verschiedene Minderheitenkirchen besorgt und kritisch
zur Kampagne gegen neue religiöse Bewegungen geäußert haben. Ein hoher
Beamter informierte "Ecumenical News International" (ENI)
darüber, dass man nun in erster Linie "psycho-manipulative
Gruppen" überwachen werde, und nicht etwa religiöse
Gemeinschaften, welche "lediglich eine alternative Religiosität
ermöglichen würden." In Polen ist die
Evangelisch-methodistische Kirche eine der aktiven Minderheitenkirchen.
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Quelle: Ecumenical News International
05.03.2001 Schweiz:
Bibelweg in Gerlafingen noch breiter abgestützt und mit didaktischem
Begleitmaterial für die Kinderarbeit
Zwischen Gerlafingen (SO) und Utzenstorf (BE) soll bis Ende Mai ein
Bibellehrpfad entstehen. Initiantin dieses Erlebnispfades ist die
Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) Gerlafingen.
Mit der Christkatholischen Kirche Solothurn sind nun alle drei
Landeskirchen in der Trägerschaft des Bibelweges vertreten. Diese hat
sich schon bisher aus allen Kirchen und Gemeinden zusammengesetzt, die in
dem Gebiet des Bibelweges, tätig sind. Da in diesen Orten die Christkatholische
Kirche nicht mit einem Pfarramt vertreten ist, zählte sie bisher noch
nicht zum Trägerkreis.
Mit dem Entscheid der christkatholischen Gemeindeleitung in der vergangen
Woche ist das Projekt "Bibelweg" breit abgestützt - ein
Zeichen für die ökumenische Basis dieses Erlebnispfades. Die
Trägerschaft setzt sich außerdem aus Interessensverbänden und einzelnen
Firmen zusammen.
Auf dem biblischen Lehrpfad werden auf unterhaltsame und eingängige Art
und Weise die zentralen historischen Zusammenhänge der Bibel vermittelt.
Ein Meter symbolisiert ein Jahr in die Vergangenheit. Gestartet wird in
der Nähe des Bahnhofes Gerlafingen. Der Start repräsentiert das Jahr
2000. Vergleichbar mit einem Planetenweg werden im richtigen Abstand
Infotafeln aufgestellt, die über biblische Ereignisse Auskunft geben. Die
Tafeln erklären historische Hintergründe und deren Auswirkung mit Texten
und Bildern. Vergleichstafeln weisen auf weltgeschichtliche Ereignisse
hin. Der Weg führt zurück ins Jahr 2000 v.Chr.
Die Idee des Bibelwegs entstand bei den Vorbereitungen für den
kirchlichen Unterricht. Besondere Aufmerksamkeit wird darum bei der
Realisation des Weges darauf gerichtet, dass der Bibelweg für Kinder und
Jugendliche verstehbar ist. Den Weg zu gehen soll zwar Wissen vermitteln
und eine Vorstellung von Raum und Zeit der Bibel in den historischen
Zusammenhängen sichtbar machen. Aber der Bibelweg soll Kindern und ihren
Familien oder Klassen auch Spaß bereiten.
Für Kinder ab 8 Jahren wird im Moment ein Heft entwickelt, das sie auf
den Bibelweg mitnehmen können. Als kompetenter Autor konnte Beat Bachmann
vom Kinder- und Jugendwerk der EMK gewonnen werden. Der KiK-Verlag wird
das Heft publizieren. Ziel ist, den Preis dafür möglichst niedrig zu
halten, damit es auch für Klassen erschwinglich bleibt. Darum wird zurzeit
noch eine Koproduktion mit einem anderen Verlag geprüft und es werden
auch noch Sponsoren gesucht.
Das Begleitheft für den Bibelweg ergänzt die Angaben der Tafeln in
kindgerechter Weise. Zusammen mit den Figuren "Kairos"
und "Chronika" begehen sie den Weg und werden an
einzelnen Stellen zu einer vertieften Auseinandersetzung ermutigt.
Beispielsweise werden die Angaben über den 2. Weltkrieg mit einem Text
von Anne Frank ergänzt. Zur Deklaration der Menschenrechte werden
Auszüge aus der Kinderrechtskonvention abgedruckt. Aber das Heft wird
nicht ganz so kopflastig: Ein Rätsel mit Kantonswappen (zur Tafel des
Jahres 1291), Anleitung zur Schätzung der Distanzen mit Daumentrick oder
Schritten sowie ein Bibelrätsel vertiefen das Erlebnis des Bibelweges.
Auch eine Anleitung für Kinder zum Umgang mit der Bibel ist vorgesehen.
Das Begleitheft soll rechtzeitig zur Eröffnung des Bibelweges erscheinen.
In einer späteren Phase werden für LehrerInnen, GruppenleiterInnen und
KatechetInnen didaktische Unterlagen zur Vor- und Nachbereitung eines
Besuches auf dem Bibelweg nachgeliefert.
Der Bibelweg wird voraussichtlich Ende Mai eröffnet. Das genaue Datum
wird unter http://www.bibelweg.ch
bekannt gemacht.
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Quelle: Bibelweg
- Stefan Moll
05.03.2001 Deutschland: Jahressitzung der Stiftung "Zukunft
für Kinder"
Am
6. Februar traf sich der Stiftungsrat der Stiftung "Zukunft für
Kinder" zu seiner jährlichen Sitzung. Erfreulich ist der weitere
Anstieg des Stiftungsvermögens auf fast 500.000 Mark. Mit den
Zinserträgen des Stiftungsvermögens werden Kinder- und Jugendprojekte
der Weltmission der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) unterstützt.
Die Stiftung zielt auf größere Zuwendungen, die weniger
Verwaltungskosten erfordern und das Anlagekapital schneller steigen
lassen. Weitere Zustifter werden noch gesucht.
Als neues Mitglied des Stiftungsrates wurde Bischof i.R. Hermann Sticher
DD berufen. Zu dem Gremium gehören außerdem Dr. Udo Heissler,
Superintendent Reinhold Braun und Missionssekretär Thomas Kemper sowie
Direktor Klaus Steinhilber. Informationen zur Stiftung gibt es bei Thomas
Kemper, Telefon: +49 (0202) 7670190.
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Quelle: EMK Deutschland
02.03.2001 Osteuropa:
Geldspritze für methodistische Ausbildungszentren
[Credits] An
der Sitzungen eines Koordinationskomitees des "United Methodist
Board of Higher Education an Ministry" vom 5. Februar in Zürich
wurde die Verteilung von 3 Millionen Dollar zugunsten von acht
Ausbildungsstätten der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Ost
und Zentraleuropa beschlossen.
Das Geld kommt aus dem "Fund for Theological Education in
Post-Communist Europe", den die Generalkonferenz 2000
eingerichtet hatte. Damit soll die wachsende Kirche in den einstigen
kommunistischen Ländern gestützt werden. Als besonders nötig hat sich
die Berufung und Ausbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern erwiesen. Viele
Gemeinden werden heute von LaienmitarbeiterInnen geleitet.
An der Sitzung des Koordinationskomitees in Zürich waren auch Vertreter
verschiedener theologischer Ausbildungsprogramme und Bischof Heinrich
Bolleter zugegen.
In den Genuss der Finanzspritze gelangen Ausbildungsprogramme der EMK in
Russland, Estland, Polen, Österreich, Bulgarien, Makedonien, Tschechien
und der Slowakischen Republik. Die Ausbildungsstätten weisen sehr
unterschiedlichen Charakter auf. Das sollen sie auch, um auf den
jeweiligen soziokulturellen Kontext reagieren zu können.
Es folgt die Liste der Ausbildungsprogramme, die mit Finanzbeiträgen aus
diesem Fonds rechnen dürfen.
- Theologisches Seminar der EMK in Moskau,
Russland
- Baltisches Theologisches Seminar der EMK in Tallinn, Estland
- Jan Laski Theological Seminary der EMK in Warschau, Polen
- Theologisches Studienprogramm der EMK in Graz/Waiern, Österreich
- Pastorenausbildung der EMK in Bulgarien
- Pastorenausbildung der EMK in Makedonien
- Theologisches Programm der EMK in Prag, Tschechien
- Trainingsprogramm der EMK in Bnaska Bystrica, Slowakische Republik
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Quelle: United
Methodist News Service
02.03.2001 Schweiz: "Blinde Kuh"
überflügelt alle Zürcher Trendlokale
Das Zürcher Restaurant "Blinde Kuh" ist an den
Wochenenden bis Ende Juli ausgebucht und hat damit allen Zürcher
Trendlokalen den Rang abgelaufen. Das von einem blinden Pfarrer in der
ehemaligen, Evangelisch-methodistischen Inselhofkapelle betriebene Lokal
serviert seine Menüs im Dunkeln. Kellner und Kellnerinnen sind ausschließlich
Sehbehinderte.
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Quelle: sda
01.03.2001 USA: Neuer
Bischof im 17. Durchgang gewählt
Gestern Morgen wurde der 52-jährige Timothy Whitaker an einer
Sondersitzung der "Southeastern Jurisdictional Conference"
der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) zum Nachfolger des im
Dezember verstorbenen Bischofs Cornelius Henderson gewählt.
Whitaker, bisher Superintendent des Norfolk Distrikts in der Jährlichen
Konferenz von Virginia, wurde erst im 17. Durchlauf gewählt. Da er nach
dem zweiten Wahlgang den Verzicht auf das Amt erklärte, sah es lange so
aus, als würde einer der anderen elf Kandidaten das Rennen machen. Doch
dann erhielt er im 14. Wahlgang wieder 20 Stimmen und im 17. Durchgang
wurde er mit 395 Stimmen, 299 wären nötig gewesen, etwas überraschend
gewählt.
Whitaker kam in Vicksburg, Mississippi zur Welt. Seine höhere
Schulbildung absolvierte er am Millsaps College in Jackson, Mississippi
und an der Emory University. Er leitete Gemeinden der EMK in den
Bundesstaaten Mississippi, Georgia und Virginia. In verschiedenen
gesamtkirchlichen Kommissionen arbeitete er mit und publizierte regelmäßig
in den Zeitschriften Circuit Rider, Richmond-Times Dispatch, Mississippi
United Methodist Advocate, Virginia Advocate und The Christian Century.
Whitaker wird ab dem 2. April der Florida Episcopal Area vorstehen.
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Quelle: Newscope
01.03.2001 Philippinen: Bischofsrat will
Sondersitzung mit Bischofswahl
Der
Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) wollte sich nicht
für Reaktivierung eines pensionierten Bischofs auf den Philippinen
aussprechen. Vielmehr drängten die Bischöfe die philippinische Kirche,
eine Sondersitzung der dortigen Zentralkonferenz einzuberufen, um einen
dritten neuen Bischof zu wählen. Dazu offerierte die Exekutive des
Bischofsrats einen Finanzbeitrag von 25'000 Dollar. Dies wurde den
philippinischen Bischöfen in einem Brief vom 25. Januar vom Präsidenten
des Bischofsrats, William B. Oden mitgeteilt.
Zwar hatte die philippinische Zentralkonferenz im Dezember zwei neue
Bischöfe gewählt, jedoch kam die Wahl für einen dritten nicht zustande.
Die zwei neuen Bischöfe Leo Soriano und Benjamin Justo unterstützten
daraufhin den Bischof im Ruhestand Daniel Arichea Jr., während andere
Zentralkonferenzmitglieder den Bischof im Ruhestand Emerito P. Nacpil
unterstützten.
Behandelt wurde das Anliegen vom Exekutivkomitee des Bischofsrats an
seiner Sitzung vom 23./24. Januar in Atlanta. Der Bischofsrat wurde
gemäß Kirchenordnung ersucht, die vakante Stelle durch eine Nomination
des Bischofsrats zu besetzten.
Rechtsexperten sprachen sich aber dagegen aus, den im Ersuchen
angesprochenen Kirchenordnungsparagrafen 408 anzuwenden. Das sei noch nie
geschehen, wenn eine Zentral- oder Juristiktionalkonferenz eine
Bischofswahl nicht erfolgreich abschließen konnte. Oden forderte im Brief
so schnell wie möglich eine außerordentliche Sitzung der
Zentralkonferenz, um den dritten Bischof zu wählen.
Zustimmung in der Exekutive des Bischofsrats fand die interimistische
Leitung der Manila Area gemeinsam mit der Davao Area durch Bischof
Soriano.
Auf den Philippinen gibt es starke Bestrebungen, die dortige
Evangelisch-methodistische Kirche in eine unabhängige, nationale Kirche
zu überführen. Dieses umstrittene Ansinnen führte wohl auch zum
Scheitern der dritten Bischofswahl.
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Quelle: United
Methodist News Service
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